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Aktuelles

Neues aus der Ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuung. Hier finden Sie aktuelle Informationen rund um das Projekt.

 

 

09.08.2017: Alle Jahre wieder: Orchideenwiesenmahd im Kranenburger Bruch

Jedes Jahr mähen wir die Orchideenwiese im Kranenburger Bruch. Um den empfindlichen Boden nicht mit schweren Maschinen zu verdichten, muss die Orchideenwiese mit einem speziellen handlichen Balkenmäher mit Stachelwalzen gemäht werden. Eine Verdichtung des Bodens muss unbedingt vermieden werden, denn bei verdichteten Böden wird der Wasser- und Gasaustausch im Boden immer mehr behindert. Es kommt zu Ansammlung von saurem Regenwasser auf der Fläche, der Einfluss des kalkhaltigen Grundwassers nimmt ab. Dies wäre eine Situation, die auf kurz oder lang zum Verschwinden der Orchideen führen würde. Das Mahdgut muss dann per Hand auf leichten Zugwannen und Planen abgebräumt werden. Obwohl diese Arbeit wirklich schweißtreibend ist, ist dieser Einsatz immer einer der schönsten im Jahr. Und wenn viele Leute mit anpacken, ist immer für gute Stimmung gesorgt. Weil wir in diesem Jahr so viele fleißige Helfer hatten, waren wir auch schon nach einem Tag fertig. Danke an alle, die mitgeholfen haben.

 

 

Die Orchideenwiesenmahd erfordert trotz maschineller Unterstützung noch einiges an Muskelkraft.

 

29.06.2017: A never ending story: Herkulesstauden entfernen im Kranenburger Bruch

Jedes Jahr erwachen sie erneut aus ihrem Winterschlaf: Die Herkulesstauden (oder auch Riesen-Bärenklau). Die ursprünglich aus dem Kaukasus stammende Pflanze wurde als Zierpflanze in Europa eingeführt und ist vor allem aufgrund ihrer phytotoxischen Wirkungen Verruf geraten. Als Neophyt hat sie in unseren Schutzgebieten nichts zu suchen, außerdem kann sie sich stark ausbreiten und so die heimische Flora verdrängen. Damit das nicht passiert, stechen wir die jungen Pflanzen ab, sobald sich ihre Rosette im Frühjahr im Boden zeigt. Hat die Pflanzen bereits geblüht, werden die Samenstände abgesammelt und vernichtet.
Eine effektive Eindämmung erfordert immer wieder einen Einsatz. Darum haben unsere ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuer regelmäßig im Mai und Juni die Pflanzen entfernt. Unterstützung bekamen sie von unseren FÖJlern und Bundesfreiwilligendienstlern.

 

 

 Das Herkulesstauden-Bekämpfungs-Team.

 

23.05.2017: Prüfung bestanden: 17 neue Ehrenamtliche SchutzgebietsbetreuerInnen ab sofort im Einsatz

"Geschafft!!" atmeten die erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der NRW-weiten Ausbildung zu Ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuern nach ihrer Prüfung erleichtert auf. Nach mehreren Kurswochenenden, an denen theoretische und praktische Inhalte zum Thema Naturschutz gelehrt und gelernt wurden, fand am vergangenen Sonntag die abschließenden Prüfugn statt. Damit sind sie nun Teil des NRW-weiten Netzwerks "Ehrenamtliche Schutzgebietsbetreuung in NRW", die an insgesamt acht verschiedenen Biologischen Stationen aktiv sind. Bereits im vergangenen Jahr hat die NABU-Naturschutzstation Niederrhein 20 Ehrenamtliche als Schutzgebietsbetreuer ausgebildet.

 

Die Prüfung bestand aus einem schriftlichen Teil, in dem einige Fragen zu den verschiedenen behandelten Themenfeldern (z.B. Artenkenntnis, Ökologische Zusammenhänge, Rechtliche Grundlagen) beantwortet werden mussten, und dem mündlichen Teil. In diesem mussten die TeilnehmerInnen einen kleinen Vortrag zu einem selbstgewählten Thema, das mit ihrer ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuung zusammenhängt, präsentieren. Obwohl teilweise etwas aufgeregt, freuten sich die TeilnehmerInnen auf die Prüfung, die auch von allen bestanden wurde!

 

Projektleiterin Nicole Feige von der NABU-Naturschutzstation Niederrhein freut sich über die sehr guten Prüfungsergebnisse: "Alle haben bestanden, obwohl die Fragen nicht einfach waren! Da zeigt sich, wie engagiert die freiwilligen TeilnehmerInnen bei der Sache sind. Und, sie machen das alles in ihrer Freizeit - aus Freude an der Arbeit mit und in der Natur!" Das bestätigten die nun "frischgebackenen" Ehrenamtlichen SchutzgebietsbetreuerInnen einstimmig: "Wir interessieren uns sehr für die Natur, sonst hätten wir nicht mitgemacht. Und jetzt haben wir, mit dieser Ausbildung, auch ein umfangreiches theoretisches Wissen und können dieses auch anwenden. Wir freuen uns auf unsere Einsätze zur Unterstützung der hauptamtlichen Schutzgebietsbetreuung." Das sie dies können, haben sie auch schon bei Einsätzen in verschiedenen Naturschutzgebieten unter Beweis gestellt: es wurden Vögel, Biber- und Otterspuren gezählt und kartiert, Entbuschungen durchgeführt, Müll gesammelt und vieles mehr. "Wir hauptamtlichen Schutzgebietsbetreuer freuen uns über diese Unterstützung, denn dadurch wird für uns die Arbeit einfacher und wir schaffen mehr. Zumal die ehrenamtlichen SchutzgebietsbetreuerInnen teilweise Wissen und Fähigkeiten haben, die uns fehlen." freut sich Dietrich Cerff, stellvertretender Geschätsführer der NABU-Naturschutzstation Niederrhein, über die zukünftige Unterstützung für die Biologischen Stationen in Nordrhein-Westfalen.

 

Selbstverständlich wurde die bestandene Prüfung gebührend gefeiert. Bei herrlichstem Früsommerwetter war auch der Grillabend ein voller Erfolg.

 

Konzentration Prüfung

Konzentration bei der Prüfung.

 

Prüfung Frank

Bei den Vorträgen kamen auch kontroverse Themen zur Sprache.

 

Prüfung ESB 1 NABU

Herzlichen Glückwunsch allen neuen Ehrenamtlichen SchutzgebietsbetreuerInnen!

 

 

26.04.2017: ESB-Ausbildung geht in die letzte Runde

Die Anspannung bei den TeilnehmerInnen der Ausbildung zu Ehrenamtlichen SchutzgebietsbtreuerInnen steigt: bevor in wenigen Wochen die Prüfung auf dem Programm steht, fand das letzte Kurswochenende mit theoretischen und praktischen Inhalten statt. Hierbei lag der Schwerpubkt auf den theoretischen Grundlagen und der praktischen Durchführung von z.B. Vogel- und Vegetationskartierungen. Die TeilnehmerInnen bekamen von Friederike Stelzner-Langner und Christian Langner (beide von der NABU-Naturschutzstation Niederrhein) ausführliche Einleitungen zu den Methoden des sogenannten Monitorings - dem "Überwachen" - von Pflanzen und Tieren. Da Tiere, im Gegensatz zu Pflanzen, sehr mobil sind, stellt die Kartierung von Vögeln oder Amphibien eine besondere Herausforderung dar. Doch auch das Bestimmen von Pflanzen, die zwar nicht wegfliegen können, ist nicht so einfach. Viele Arten ähneln sich sehr stark, und nur durch bestimmte Merkmale können Sie unterschieden werden. Bei den praktischen Übungen zur Vogel- und Pflanzenbestimmung gab Dr. Thomas Chrobock (NABU-Naturschutzstation Niederrhein) praktische Tipps und Hilfestellungen. Abgerundet wurde das Kurswochenende durch Vorträge von Dr. Gertrud Hein (Naturschutz- und Umweltakademie NRW), die Ratschläge zur Konfliktprävention in Schutzgebieten gab. Der Ornithologe Stefan Sudmann (Planungsbüro Sterna) berichtete von Artenschutzprojekten in Schutzgebieten und der Ökologe und Jäger Frank Christian Heute ermöglichte hochinteressante Einblicke in die Zusammenhänge von Wildtierdichte und Waldzustand und die Konflikte zwischen Jagd und Waldökologie. Wir wünschen allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Ausbildung zu Ehrenamtlichen SchutzgebietsbetreuerInnen viel Erfolg bei der Prüfung und freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit mit unseren ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Fitis oder Zilpzalp: Das ist hier die Frage.

 

Grün, ja, grün, sind - ach - so viele Pflanzen.

 

Der Persiche Ehrenpreis.

 

Dr. Gertrud Hein (NUA NRW) fand immer den richtigen Ton.

 

 

03.04.2017: Es geht voran: 3. Teil der aktuellen ESB-Ausbildung absolviert

Auch im dritten Teil des aktuellen Kurses zur Ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuung stand wieder ein umfang- und abwechslungsreiches Programm an. Jürgen Hintzmann von der Stabsstelle Umweltkriminalität des Landes NRW berichtete von strafrechtlich relevantem Fehrlverhalten in Schutzgebieten und gegenüber geschützten Arten. Hierbei stand insbesondere das illegale Verfolgen und Töten von Greifvögeln im Vordergrund. Stephanie Krüßmann gab einen interessanten Einblick in die vielseitige Arbeit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Wesel und illustrierte diese mit einigen Beispielen ihrer täglichen Arbeit. Besonderes Augenmerk lag hier auf den Möglichkeiten der Eingriffsplanung und-regelung, wie z.B. bei den Bau- und Renaturierungsarbeiten im Bereich der Lippe-Mündung bei Wesel. Dr. Thomas Chrobock (NABU-Naturschutzstation Niederrhein e.V.) stellte die negativen und positiven Aspekte der touristischen Freizeitnutzung von Schutzgebieten gegenüber. Naturschutz und touristische Nutzung müssen sich nicht ausschließen, sondern beide Seiten können voneinander profitieren, wenn bestimmte Aspekte beachtet werden. Thorsten Wiegers (NABU-Landesverband NRW) erläuterte detailliert die verschiedenen Möglichkeiten der Finanzierung von Naturschutzarbeiten, die über die "normale" Förderung mit öffentlichen Mitteln hinausgehen. Die Teilnehmer konnten das neu erlernte Wissen sogleich in einem fiktiven Förderergespräch, in dem für ein fiktives Umweltschutzprojekt geworben werden sollte, anwenden.  

 

Stephanie Krüßmann berichtete von der Arbeit einer Unteren Naturschutzbehörde.

 

Nach der Mittagspause ging es auf Exkursion in das Naturschutzgebiet "Hetter - Millinger Bruch". Susanne Klostermann, Naturschutzreferentin und Schutzgebietsbetreuerin der NABU-Naturschutzstation Niederrhein, informierte über das Gebiet und die Naturschutzarbeit im Kontext der landwirtschaftlichen Nutzung. Höhepunkt der Exkursion war die Beobachtung einiger Hundert Brachvögel, Kiebitze und Uferschnepfen, die sich an den angelegten Blänken sichtlich wohl fühlten.

 

Kiebitze zeigten spektakuläre Balzflüge über der Hetter.

 

Uferschnepfe in der Hetter.

 

Der Sonntagstand ganz im Zeichen der Kommunikation: Dr. Gertrud Hein von der Natur- und Umweltschutzakademie NRW machte allen Teilnehmern die immense Bedeutung einer guten Kommunikation in der Naturschutz- und Umweltbildungsarbeit deutlich. Aus ihrem reichhaltigen Erfahrungsschatz gab sie einige Perlen weiter und betonte, dass auch die non-verbale Kommunikation (wie z.B. Ver- und Gebotsschilder) ein wichtiger Bestandteil der Kommunikation ist.

Abschließend waren sich alle Teilnehmer einig, wieder etwas gelernt zu haben, dass sie in ihrer zukünftigen ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuung anwenden können. Erwartungsvoll freuen sie sich auf das letzte Lehrgangswochenende im April, dass auch wieder theoretische und praktische Inhalte haben wird.

 

 

22. März 2017: 2. Netzwerktreffen der Ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuer

Am vergangenen Wochenende fand das 2. Netzwerktreffen der Ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuer statt. Dieses Mal erkundeten wir, unter Leitung des Niederrhein-Guides Martin Wenzel-Teuber, die Bislicher Insel. Hier gab es einiges zu entdecken, z.B. die bereits blühenden Frühjahrsboten und das erste zarte Grün von Bäumen und Sträuchern. Die Teilnehmer konnten auch ihre Vogelarten-Kenntnis unter Beweis stellen, denn zahlreiche Bläss- und Saatgänse, Weißstörche, Enten, Haubentaucher und andere Arten waren zu sehen. Im Naturforum Bislicher Insel informierten wir uns über Pflanzen und Tiere des Gebiets und ihre Besonderheiten. Beim abschließenden gemeinsamen Kaffeetrinken berichteten bereits fertig ausgebildete Ehrenamtliche Schutzgebietsbetreuer von ihren Aktivitäten und es wurden aktuelle Themen des Natur- und Umweltschutzes diskutiert. 

 

Unterwegs mit Niederrhein-Guide Martin Wenzel-Teuber (v.l.)

 

Da! Im Baum sitzt ein Storchenpaar!

 

 

28. Februar 2017: ESB-Video online

Einen Einblick in die vielseitige Arbeit der Ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuung ermöglicht dieser kurze Film. Herzlichen Dank an unsere ehemaligen Freiwilligen Diana Rodriguez und Tim Richter!

 

 

23. Februar 2017: Halbzeit für Kurs II

Die Zeit vergeht wie im Fluge: Schon ist Halbzeit für die Teilnehmer des zweiten Kurses. Hier einige Impressionen aus dem zweiten Seminarteil am vergangenen Wochenende.

 

 Dennis Heyckens, Referent zum Thema Angeln in Naturschutzgebieten, demonstriert in den Schutzgebieten verbotene Fangmethoden.

 

 

Auf Exkursion in die Düffel zu den wiedervernässten Flächen.

 

 Lebhafte Diskussionen mit Schutzgebietsbetreuer Manuel Fiebrich.

 

Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW, stellt die allgemeine Naturschutzarbeit in NRW vor - und präsentiert neueste alarmierende Erkenntnisse zum Rückgang der Insektenfauna.

 

Die Kursteilnehmer haben inzwischen schon einiges an Wissen angesammelt. Luc Boekholt aus Goch ist mit seinen 18 Jahren der jüngste Teilnehmer. Dass er gerade mitten im Abi steckt, schreckt ihn nicht davon ab, nebenbei auch noch eine Ausbildung zum ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuer zu machen. Dabei lernt er erstaunliche Dinge: "... zum Beispiel, dass in Naturschutzgebieten Biozide eingesetzt werden dürfen!" Nach seiner Ausbildung möchte er vielleicht ein Freiwilliges Ökologisches Jahr absolvieren. Bis dahin wird sich der begeisterte Hobbyimker noch die eine oder andere Nacht um die Ohren schlagen, denn für die NABU-Naturschutzstation Niederrhein möchte er vor Allem Steinkauzkartierungen durchführen.

 

Auch Martha Nöhles-Terbuyken möchte den NABU unterstützen "Weil ich die Natur liebe und helfen möchte, sie zu schützen. Ich bin gern draußen und kann so der Natur, die mir viel gibt, etwas zurück geben." Jeden Tag ist Martha in der Natur unterwegs. Sie geht viel spazieren und freut sich, jetzt in der Ausbildung etwas Neues zu lernen und Gleichgesinnte zu treffen.

 

Im Süden des Kreises Kleve ist Silke Sturm aktiv. Kurz nach ihrer Bewerbung um die Ausbildung als ehrenamtliche Schutzgebietsbetreuerin hat sie Kontakt mit dem Naturschutzzentrum Gelderland aufgenommen und dort schon einiges in Bewegung gesetzt. "Ich freue mich besonders auf die nächste Exkursion im Ausbildungsprogramm" erzählt Silke. "Bei der Vortragsreihe interessieren mich vor allem die Vorträge zum Thema faunistische und floristische Kartiermethoden." Die promovierte Biologin hat sich auf Molekularbiologie spezialisiert und stand lange Zeit nur im Labor. Jetzt freut sie sich, im Rahmen der Ausbildung wieder ein Stück näher an die Natur heranzukommen.

 

Jürgen Braun engagiert sich an der Biostation Krickenbecker Seen im Kreis Viersen. Nächste Woche dreht er mit seinem ehrenamtlichen Kollegen Walter Theissen eine Runde durchs Schutzgebiet. Walter hat vor einem Jahr die Ausbildung absolviert und freut sich, dass er mit Jürgen ein ehrenamtliches Team gründen kann: "Ich führe gern in die Arbeiten eines ehrenamtlichen Betreuers ein!" Jürgen möchte später vor Allem mit Wildbienen und Insekten arbeiten, vielleicht eine Wildblumenwiese anlegen. Auch Streuobstwiesen liegen ihm am Herzen. "Diese beiden Themen kann man gut miteinander verbinden" meint er. An der Ausbildung gefällt ihm besonders, dass er die vielfältigen Naturschutzprojekte kennenlernt, die die Kranenburger Biostation im Laufe des Seminarprogramms vorstellt.

 

 

23. Januar 2017: Zweiter Durchgang erfolgreich gestartet

Am dritten Januarwochenende 2017 ist der zweite Ausbildungsdurchgang „Ehrenamtliche Schutzgebietsbetreuung“ gestartet. An insgesamt vier Wochenenden lernen die 21 Teilnehmerinnen und Teilnehmer viel Nützliches für ihr Engagement an den Biostationen in NRW. Nach der Ausbildung werden sie sich nicht nur an unserer Station ehrenamtlich für den Naturschutz einsetzen, sondern u. a. auch am Naturschutzzentrum Gelderland, an der NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln, an der Biostation Ennepetal-Ruhr-Kreis und an der Biostation Krickenbecker Seen.

 

Am ersten Wochenende haben gab es eine Einführung in die Kulturlandschaft am Niederrhein und die Lobbyarbeit des Naturschutzes. Birgit Königs vom NABU NRW gab einen Überblick über die Pressearbeit für die Natur. Die Teilnehmer durften sich auch gleich an zwei praktischen Beispielen versuchen.

 

ESB Seminar

 

Bei strahlendem Sonnenschein ging es am Samstagnachmittag in die Emmericher Ward – eines der Naturschutzgebiete, für das sich die Freiwilligen stark machen. Zwei besondere Beobachtungen gelangen: Ein Zwergsäger und ein Schellente begeisterten die Gruppe.

 

ESB Ausflug

 

Projektleitern Nicole Feige ist insgesamt begeistert: „Auch der zweite Kurs ist wieder ausgebucht. Wir haben ein bunt gemischte Truppe. Und viele von den Teilnehmern haben bereits einen grünen oder naturwissenschaftlichen Hintergrund.“ Besonders freut sie sich über die Altersmischung: „Vom Abiturienten bis zum Rentner: Jede Altersstufe ist dabei!“

 

 

29. Oktober 2016: Info-Matinee mit Erfahrungsberichten

Am vergangenen Samstag kamen wieder naturbegeisterte Menschen in die NABU-Naturschutzstation nach Kranenburg, um sich auf einem Info-Matinee über die im Januar zum zweiten Mal beginnende Ausbildung zum Ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuer bzw. -betreuerin zu informieren. Dabei ging es neben der Vorstellung dieses NRW-weiten Pilotprojektes vor allem um die konkreten Möglichkeiten und Aufgaben in der Schutzgebietsbetreuung, bei denen tatkräftige ehrenamtliche Arbeit eine wichtige Ergänzung zur Arbeit hauptamtlicher Naturschützer ist.

Auch bereits ausgebildete Ehrenamtliche Schutzgebietsbtreuende waren dabei, was die Veranstaltung besonders lebhaft machte. Aus erster Hand erfuhren die Interessenten, welche Erfahrungen die Ehrenamtlichen bisher gesammelt haben, und warum sie gern Ehrenamtliche Schutzgebietsbertreuer sind. Dabei wurde auch deutlich, wie vielfältig die Aufgaben sind! Tatjaana berichtete von ihren Aktivitäten im Naturschutzgebiet Kranenburger Bruch. Hier beschäftigt sie sich unter anderem auch mit einer sehr spannenden Frage; der Frage nach dem Otter! Gibt es das scheue Tier am Niederrhein? Diese Frage möchte sie, gemeinsam mit anderen Ehrenamtlichen, beantworten und wird im kommenden Winter auf Spurensuche gehen. Christoph berichtete von zahlreichen praktischen Pflegeeinsätzen, an denen er mitwirkte. Dabei kam es nicht selten zu besonderen Funden: beispielsweise gab es bei einer Wiesenmahd seltene Wasserspitzmäuse zu entdecken. Besonders gefällt ihm dabei die Mischung aus "in der Natur sein", sich körüerlich zu betätigen und gleichzeitig seltene Tier- und Pflanzenarten beobachten zu können. Auch Walter kann die Ehrenamtliche Schutzgebietsbetreuung nur weiterempfehlen! Er nahm im Naturschutzgebiet Krickenbecker Seen schon an Vogelzählungen teil, leitete Fledermausexkursionen für Schulklassen und half bei der Ausbesserung von Wegbeschilderungen und Zäunen.

Natürlich erfuhren die Interessenten auf der Info-Matinee auch alles über die Seminare der theoretischen Ausbildung am Niederrhein und über die von der NABU-Naturschutzstation betreuten Schutzgebiete. Eines der Schutzgebiete lernten sie sogar bei der anschließenden Exkursion kennen: das Kranenburger Bruch, eines der letzten Niedermoorrelikte am Niederrhein. Die Projektmitarbeiter freuen sich nun auf weitere Bewerbungen für die Ausbildung. Und auf den kommenden Kurs mit vielen motivierten Naturschützern!

 

Christoph berichtet von der praktischen Arbeit, die Projektleiterinnen Nicole Feige und Jutta Klevesahl, Vorstellung der Schutzgebiete, Exkursion ins Kranenburger Bruch (im Uhrzeigersinn).

 

 

26. September 2016: 4. Alpener Streuobstwiesenfest

Gestern hatten wir auf dem 4. Alpener Streuobstwiesenfest, welches gleichzeitig die Auftaktveranstaltung der diesjährigen "Tag der Regionen"-Veranstaltungsreihe ist, die Gelegenheit, unser Projekt vorzustellen. Angelika und Ulrich waren stellvertretend für die Ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuer dabei und standen allen Interessenten für Fragen zur ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuung zur Verfügung. Über 4.000 Gäste fanden an diesem strahlenden Tag nach Alpen und besuchten unseren Infostand.

 

Noch zögerlich: die ersten Besucher am Stand.

 

Der NABU-Stand beim 4. Alpener Streuobstwiesenfest

 

Auch für die Kleinen gab es Interessantes zu entdecken.

 

20. September 2016: 1. Netzwerktreffen der Ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuer

Am vergangenen Wochenende trafen sich die Ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuer im Nettetal. Walter, Ehrenamtlicher Schutzgebietsbetreuer für die Biologische Station Krickenbecker Seen, lud uns ein und zeigte uns das Naturschutzgebiet "Krickenbecker Seen und Kleiner De Wittsee". Hier ist er fast täglich unterwegs. Seine Begeisterung für das Gebiet konnten wir alle gut spüren. Im Infozentrum Krickenbecker Seen konnten wir uns zunächst über die Naturlandschaft allgemein informieren. An einigen Tagen im Monat hat Walter hier auch Dienst. Besucherinformationist einer seiner Schwerpunkte im Gebiet. Auch im Gelände steht er den Gästen mit Rat & Tat zur Seite, wie wir während der anschließenden Exkursion erleben durften.

 

Walter empfiehlt einer Seniorengruppe einen interessanten Rundweg um den See.

 

"Außerdem helfe ich momentan vor allem beim Fischmonitoring mit" erzähltuns Walter. "Das ist wirklich interessant. Wir fangen die Fische mittels Elektrobefischung, d.h. die Tiere schwimmen quasi betäubt an der Wasseroberfläche. Die hauptamtlichen Kollegen an der Biologischen Station sind froh über jede helfende Hand!" Im Frühjahr war er auch oft in den frühen Morgenstunden zur Vogelbeobachtung unterwegs. Darum zeigte er uns auch den Vogelbeobachtungsturm, auf dem er so manche Stunde verbracht hat.

 

Blick vom Vogelbeobachtungsturm

 

 "Die Mitarbeiter der Biologischen Station haben mich sehr gut in meine Arbeit eingeführt" schwärmt Walter. Ihm gefällt die Zusammenarbeit mit den hauptamtlichen Naturschützern sehr. "Ich habe die Möglichkeit, mir eigene Projekte zu suchen. So möchte ich beispielsweise Exkursionen für die Gäste des Campingplatzes anbeiten, der sich direkt neben dem de Wittsee befindet" erzählt Walter von seinen Zukunftsplänen. Zur Mittagspause ging es auf den NABU-Naturschutzhof Nettetal, wo er mit seiner Frau ein kleines Picknick für uns organisisert und uns durch das Gelände geführt hat.

 

Auf Exkursion mit Walter

 

Es war ein interessanter und lehrreicher Tag. Die ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuer hatten die Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen und von ihren bisherigen Tätigkeiten zu berichten. Denn seit dem Prüfungstag im Juni haben sie sich nicht mehr gemeinsam getroffen. Die Planung für ein nächstes Treffen in einem Schutzgebiet außerhalb des Kreises Kleve ist schon angelaufen...

 

Die ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuer mit ihren neuen Mützen.

 

5. September 2016: Infostand auf der NABU-NRW-Jubiläumsfeier

Wir waren dabei auf der NABU-NRW-Jubiläumsfeier am 3. September in Oberhausen! Über 3.000 Gäste kamen zur Ausstellung "Wunder der Natur" ins Gasometer und zum Sommerfest des NABU-NRW. Am Vormittag besuchte Bärbel Höhn das Fest und unseren Infostand und informierte sich bei unserem Ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuer Walter über das Projekt „Ehrenamtliche Schutzgebietsbetreuung“. An diesem Tag kamen auch zum ersten Mal unsere Projekt Rollups sowie die Werbepostkarten für das Projekt zum Einsatz.

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15. August 2016: Offizielle Kleidung ist da!

Die Ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuer in NRW sind jetzt an Ihrem offiziellen Outfit zu erkennen: Ein T-Shirt und eine Mütze, jeweils bestickt mit dem Logo der Ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuung. Zusätzlich gibt es Aufnäher und Button für z.B. Rucksäcke oder Pullis, um seine Lieblingsstücke damit zu bestücken. Hier ein Eindruck unseres Fotoshootings!

 DSCN8032 Schatten reduziert

21. Juli 2016: Arbeitseinsatz im Kranenburger Bruch

Nach dem Ausstechen von Herkulesstauden und dem Entfernen von Jakobs-Greiskraut war am Mittwoch Hilfe bei der Mahd angesagt. Ich war pünktlich zu Beginn um 08.30 Uhr bei der Orchideenwiese im Kranenburger Bruch, um auch bei der Pflanzeneinführung dabei zu sein und die Wiese vor der Mahd begehen zu können. Die Fläche darf, wie alle anderen Flächen im Naturschutzgebiet, leider nicht betreten werden. Henny war mit seinem Balkenmäher schon da und ging mit uns (der hauptamtlichen Schutzgebietsbetreuerin Stefanie Heese und den ehrenamtlichen Helfern) ein Stück durch die Wiese.

 

 

Die Knabenkräuter waren schon verblüht, wir fanden nur noch einzelne Samenstände. Blühend fanden wir dafür u.a. die Kleine Braunelle (herrliche lila Farbtupfer), Klappertopf, Mädesüß, Gilbweiderich, Geflecktes Johanniskraut und Sumpf-Stendelwurz. Um den Bestand der auf der Roten Liste stehenden Gelbe Wiesenraute im Kranenburger Bruch zu erhalten, wurde ein kleiner Teil der Wiese nicht gemäht, denn die Pflanze hatten noch keine Samen ausgebildet. Zudem ist sie eine wichtige Nahrungsgrundlage des Wiesenrauten-Kapselspanners (extrem seltener Nachfalter). Nach der naturkundlichen Einführung ging es mit der anstrengenden Arbeit los. Unterstützt vom FÖJler Tim Richter harkten wir das Mähgut mit Holzrechen in Reihen zusammen. Das Wetter war am Vormittag zum Arbeiten ideal, auch wenn es zwischendurch ein paar kleine Schauer gab.  Die Arbeit war ungewohnt und anstrengend, das Mähgut schwer und nass, der Boden sehr feucht, schlammig und teilweise von Wassergräben durchzogen (ich wechselte bald die Schuhe gegen Stiefel). Aber es machte Spaß unter Begleitung von Vogelstimmen in der Natur zu wirken und wir kamen gut voran. Um 13 Uhr habe ich mich erstmal verabschiedet. Ich war k.o. und überließ das Feld anderen Freiwilligen.

 

Als ich um 17.30 Uhr wieder eintraf, war fast alles zusammengeharkt. Das Zusammentragen mit der von Hennys leichtem Traktor gezogenen Plane war abgebrochen worden, weil der Untergrund zu schlammig war. So gab es für heute nicht mehr viel zu tun. Bei einem weiteren Einsatz muss das dann hoffentlich etwas getrocknete Mähgut zum Abtransport zusammengetragen werden.

(Text: Schutzgebietsbetreuerin Christel Kempkes)

 

22. Juni 2016: Abschlussprüfung erfolgreich bestanden

Am Sonntag war es nun endlich soweit: Unsere ersten Ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuer in NRW haben erfolgreich ihre Prüfung bestanden und bekamen ihr Zertifikat überreicht. Die Zertifikation für im Naturschutz ehrenamtlich Tätige ist in NRW einzigartig: Es gibt keinen weiteren Lehrgang, der in der praktischen Naturschutzarbeit in NRW mit einem Zertifikat abschließt. Das Zertifikat wird von der Natur- und Umweltschutzakademie NRW (NUA) ausgestellt.

Projektleiterin Nicole Feige überreicht feierlich das erste Zertifikat.

 

72 Theoriestunden und 30 Praxisstunden mussten die Ehrenamtlichen dafür absolvieren. Neben einer theoretischen Prüfung mit 30 Fragen rund um das Thema Schutzgebietsbetreuung mussten die Teilnehmer auch eine praktische Prüfung ablegen. Dazu durften sie sich im Vorfeld ein Thema ihrer Wahl überlegen und präsentierten dieses der ganzen Gruppe. Das Themenspektrum war breit gefächert: Angefangen bei einem Film über den Alltag eines Schutzgebietsbetreuers, über den Entwurf eines Faltblatts zum Thema Wiesen bis hin zu der Vorstellung“ Wie plane ich einen Arbeitseinsatz“ oder einem Arbeitsbericht zur „Erfassung der Wasseramsel an der Dhünn“ – die Themen waren so vielfältig wie die Aufgaben selbst, die die Ehrenamtlichen nun als ausgebildete Schutzgebietsbetreuer übernehmen.

 

Frau Hein von der NUA vor der theoretischen Prüfung: „Allen Teilnehmern viel Erfolg!“

 

Dieter Lütticken vom Vorstand der NABU-Naturschutzstation Niederrhein ließ es sich nicht nehmen, eine kleine Ansprache zu halten und den Teilnehmern für ihr Engagement zu danken. Auch Susanne Klostermann, Teamleiterin für die Gebietsentwicklung, gratulierte den Freiwilligen im Namen aller Mitarbeiter der NABU- Naturschutzstation. Nach der Überreichung der Urkunden stießen alle mit einem Glas Sekt an. Der Tag fand schließlich bei einer kleinen Grillparty einen würdigen Ausgang.

 

Stolz zeigen die Prüflinge ihre Urkunden.

 

Als Gruppe werden sich die Ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuer nun alle paar Monate wieder treffen, doch im Vordergrund steht jetzt das Arbeiten im „eigenen „Schutzgebiet. Projektleiterin Nicole Feige und Jutta Klevesahl von der NABU-Naturschutzstation Niederrhein sind zufrieden mit der Durchführung des ersten Ausbildungskurses und freuen sich über das großartige Engagement der Freiwilligen: „Wir haben viele neue Menschen für unsere Naturschutzarbeit gewinnen können. Begeistert setzen sie sich für den Naturschutz vor ihrer Haustür ein. Wir danken allen für ihre tolle Unterstützung und freuen uns auf eine langjährige gute Zusammenarbeit!“

 

14. Juni 2016: Arbeitseinsatz im Kranenburger Bruch

Mit Spaten und Arbeitshandschuhen bewaffnet, entfernten unsere ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuer am 17. Mai und 6. Juni Herkulesstauden aus dem Kranenburger Bruch. Die ursprünglich aus dem Kaukasus stammende Herkulesstaude breitet sich immer weiter aus und verdrängt dabei die heimische Flora. Zudem stellt die Pflanze ein Gesundheitsrisiko für den Menschen dar, da sie photosensible Substanzen (Furanocoumarine) enthält, die bei Berührung zu schweren, verbrennungsähnlichen Schäden auf der Haut führen. „Da müssen wir nochmal ran!“ stellte einer der Ehrenamtlichen fest. Daher rufen wir dazu auf uns am 20. Juni ab 19 Uhr tatkräftig zu unterstützen! Treffpunkt ist bei der NABU-Naturschutzstation, Im Hammereisen 27 E in Kranenburg.


Jede Hilfe zählt! Bitte körperbedeckende Kleidung und Gummistiefel tragen und nach Möglichkeit einen eigenen Spaten mitbringen. Arbeitshandschuhe können von uns gestellt werden.

(Text: Stefanie Heese, Naturschutzreferentin)

 

23. März 2016: Auf Spurensuche in der Emmericher Ward

Heute Morgen ging es mit Naturschutzreferentin Jutta Klevesahl und FÖJler Tim Richter in die Emmericher Ward, um Spuren der Biber zu dokumentieren. Der Biber ist eine geschützte Art, sein Vorkommen wird daher in regelmäßigen Abständen erfasst. Das Hochwasser war auf dem Rückzug und das Ward empfing uns mit viel Schlamm und noch mehr Müll. Insgesamt war es während unserer viereinhalb Stunden dauernden Exkursion schon anstrengend, aber es hat sich gelohnt! Wir haben drei Biberburgen entdeckt, von denen zwei bewohnt waren. Frische Nagespuren konnten wir auch entdecken. Diese lagen  bis zu vier Meter über dem aktuellen Wasserspiegel.

 

Biberspuren, Foto: Ulrich Kosinsky

 Biberspuren in der Emmericher Ward

 

Der Wasserstand in der Emmericher Ward schwankt durch den Rhein stark, erst in dieser Woche ist er so merklich abgesunken, dass wir die Erfassung durchführen konnten. Begeistert hat mich außerdem die Vielfalt an Wassergeflügel. Wir sahen unter anderem Zwergtaucher, Löffelenten, Gänsesäger und Tafelenten. Ebenso imposant waren die völlig freigespülten Weiden am Rheinufer. Auch hier hatte der Biber ordentlich Fraßspuren hinterlassen.

 

(Text: Ulrich Kosinsky, Kursteilnehmer)

 

14. März 2016: Seminarabschluss mit Vogelgezwitscher

Auch an den letzten drei Tagen der theoretischen Ausbildung haben die zukünftigen ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuer viele wichtige Informationen für ihre spätere Mitarbeit in der Natur erhalten. Los ging es am Freitagnachmittag mit einem Überblick über die Kartiermethoden von Fauna und Flora. Vogelexperte Jonas Linke erklärt anschaulich, welche Merkmale bei der Bestimmung von Vögeln helfen. Ein interaktives Quiz rundet den Themenbereich ab. Auch im floristischen Vortragsteil gibt es ein kleines Quiz: Welche Art ist auf dem Foto, zu welcher Pflanzenfamilie gehört sie wohl, und in welchem Lebensraum ist sie anzutreffen?

 

 Die Kurs-Teilnehmer bei der Exkursion

 

Charlotte Blum vom NABU-Bundesverband bereitet die Teilnehmenden auf eventuelle Konfliktsituationen in ihrer praktischen Schutzgebietsbetreuung vor. Wie verhalte ich mich in einer Auseinandersetzung und wie kann ich von vorne herein Konflikte vermeiden? Die Teilnehmer übten dies in kleinen Rollenspielen.

 

 Charlotte Blum bereitet die Teilnehmenden auf Konfliktsituationen vor.

 

Das große Highlight des letzten von vier Seminarwochenenden war ein Tag draußen im Kranenburger Bruch. Direkt morgens ging es los mit einer Vogelstimmenexkursion. Hier lernten die Teilnehmenden nicht nur die Gesänge heimischer Brutvogelarten kennen, sondern auch Methoden zur Erfassung dieser. Im Anschluss ging es botanisch weiter… Mithilfe eines Bestimmungsschlüssels übten die Ehrenamtlichen sich im Erkennen von Bäumen und Sträuchern im Winterzustand. „Die Teilnehmenden sind begeistert, dass man anhand der Form und Stellung der Knospen tatsächlich die richtige Baumart bestimmen kann“, so Projektmitarbeiterin Jutta Klevesahl.

 

Der Abschluss des Seminars bietet die Möglichkeit, den nun abgeschlossenen Theorieteil nochmals Revue passieren zu lassen. Projektleiterin Nicole Feige ist zufrieden: „Die Teilnehmenden haben viel dazu gelernt und gut in der Gruppe zusammengearbeitet“. Auch die Ehrenamtlichen selbst geben ein positives Feedback, insbesondere die praktischen Themen des Natur- und Artenschutzes fanden großes Interesse. Hervorgehoben wird von den Teilnehmenden zudem die gute Atmosphäre im Seminar!

 

26. Februar 2016: Beim 3. Seminar geht es in die Düffel

Für die Einwohner am Niederrhein ist leicht zu erkennen, dass sich in der Region wunderbare Naturschätze befinden. Die Landschaft in der Umgebung lässt sich entdecken und sie erlaubt uns, den Nutzen aus der Landwirtschaft und der Viehhaltung zu ziehen. Die landwirtschaftliche Nutzung in direktem Umfeld bedeutsamer Feuchtgrünlandflächen im Vogelschutzgebiet Düffel waren ein Thema des dritten Seminars der Ausbildung "Ehrenamtliche Schutzgebietsbetreuung" der NABU- Naturschutzstation Niederrhein. In dieser Ausbildung bereiten sich die engagierten Teilnehmer durch Seminare, Exkursionen und verschiedene Aktivitäten auf die Anwendung der erworbenen Kenntnisse in der praktischen Naturschutzarbeit vor.


Exkursion in die Düffel, Foto: Manuel Fiebrich                                              Exkursion in die Düffel


Jedes Treffen ist eine Möglichkeit etwas Neues zu lernen. Jeder Teilnehmer bringt seine ganz eigenen persönlichen und beruflichen Erfahrungen mit, was die Tür für einem Austausch verschiedener Meinungen öffnet, indem stets eine angenehme Stimmung herrscht.

Die Teilnehmer sind stets engagiert dabei, insbesondere wenn es auf Exkursion "ins Grüne" geht. Das Projektteam der NABU-Naturschutzstation hat für jedes Seminar Exkursionen in die Naturschutzgebiete geplant, in denen die theoretische Kenntnisse wie Renaturierung und Biotoppflege veranschaulicht werden. Diesmal ging es in die Düffel, wo neu angelegte Blänken im Frühling Uferschnepfe, Kiebitz und Brachvogel anlocken sollen.


(Text: Diana Chiquinquira Rodriguez, Kursteilnehmerin)

 

27. Januar 2016: Es geht mit großen Schritten voran

Die theoretische Schulung hat inzwischen die Halbzeit erreicht. Das Wochenende vom 15. bis 17. Januar wurde vom Projektteam sehr abwechslungsreich gestaltet. Neben interessanten Vorträgen von fachkundigen Referenten z. B. zu den diversen Landnutzungen in einem Schutzgebiet (Jagd, Fischerei, Tourismus) und einer spannenden Exkursion in das Schutzgebiet „Rindernsche Kolke“ am Samstagnachmittag, wurde am Sonntag der sehr umfangreiche Bereich der Besucherlenkung in Workshop-Form erarbeitet. Die Teilnehmer haben dabei den Beweis angetreten, dass engagierte Einzelpersonen im Alter zwischen FÖJ und Rente, mit unterschiedlichsten Berufen und Lebensentwürfen, die sich vorab fast alle nicht kannten, zu einer engagierten Gruppe entwickeln können, die sich gemeinsam einer wichtigen Aufgabe widmen und dabei auch noch eine Menge Spaß haben.

Arbeitseinsatz in der Hetter, Foto: Christoph Koster Arbeitseinsatz in der Hetter


Inzwischen hat auch die praktische Schulung angefangen. Die Teilnehmenden müssen umfangreichen praktischen Einsatz nachweisen, um im Juni zur Prüfung zugelassen zu werden. Daher hat sich am vergangenen Samstag bereits eine hoch motivierte Gruppe unter Leitung der Gebietsbetreuerin Susanne Klostermann im Naturschutzgebiet „Hetter“ zum ersten Landschaftspflege-Einsatz getroffen. Vor der diesjährigen Brutsaison der Wiesenvögel werden die Blänken in Handarbeit von Binsen befreit, um den Heimkehrern ein optimales Brutgelände zu bereiten. Weitere Arbeitseinsätze sind vorgesehen und bereits in Planung.

(Text: Martina Tammen, Kursteilnehmerin)


23. November 2015: Theoretische Ausbildung hat begonnen

Vergangenes Wochenende hat der Ausbildungskurs der Ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuung begonnen. 21 interessierte und sehr motivierte Menschen haben sich am Freitagvormittag im Café im Gärtchen in Keeken eingefunden, um an dem ersten der insgesamt vier Ausbildungsblöcke teilzunehmen.

Die Kursteilnehmer


„An dem ersten Wochenende ging es uns vor allem um das gegenseitige Kennenlernen der Kursteilnehmer und ihre persönlichen Erwartungen.“ so Projektmitarbeiterin Jutta Klevesahl. Aber auch inhaltlich wurden bereits wichtige Themen für zukünftige Schutzgebietsbetreuer erarbeitet: Wie sieht eine gelungene Öffentlichkeitsarbeit aus? Welche Behörden sind im Naturschutz wichtig? Welche Sicherheitsmaßnahmen sind bei einem Pflegeeinsatz nötig? Fachkundige Referenten standen dabei mit Informationen zur Seite und gaben spannende Einblicke in die verschiedenen Themenbereiche. Auch Eigenarbeit war gefragt: So setzten sich die die Teilnehmer mit verschiedenen Fragestellungen zum Bereich Medien-, Presse und Öffentlichkeitsarbeit in Kleingruppen auseinander.

ESB-KursAngeregte Atmosphäre während des Kurses


Unter den Referenten war auch Josef Tumbrinck, NABU Landesvorsitzender NRW, der den Teilnehmenden unter anderem die verschiedenen Schutzkategorien von Natur vorstellte. Er war sehr begeistert von den vielen motovierten Menschen, die sich zukünftig auch in NRW als ehrenamtliche Schutzgebietsbetreuende engagieren wollen. In Hessen und Mecklenburg-Vorpommern hat der NABU vor einigen Jahren bereits ein vergleichbares Projekt gestartet. Dass auch NRW diesen Schritt wagt, begrüßt der NABU-Landesverband sehr.

Highlight: Die Exkursion in das Schutzgebiet "Emmericher Ward"


Besonders gefiel den Naturliebhabern die Exkursion: Mit Gebietsbetreuer Klaus Markgraf-Maué ging es in die Emmericher Ward, ein wertvolles Auengebiet das Teil des EU- Vogelschutzgebietes „Unterer Niederrhein“ ist. Hier bestaunten alle den wilden Auenwald, ausgedehnte Feuchtwiesen und die breiten Kiesstrände am Rhein. Während des Rundgangs gab es vielfältige Informationen zum LIFE-Projekt „Fluss- und Auenentwicklung - Neues Leben für die Emmericher Ward“ sowie über das Management und mögliche Tätigkeiten für Ehrenamtliche in diesem Gebiet. Arktische Wildgänse, zahlreiche Wacholderdrosseln und einige Rotdrosseln begleiten die Kursteilnehmer in luftigen Höhen.

Nach drei Tagen Programm von früh bis spät gingen alle mit vielen neuen Eindrücken nach Hause. Auch das Projetteam blickt auf ein gelungenes und abwechslungsreiches Wochenende zurück. Der nächste Seminarblock findet Mitte Januar statt. Projektleiterin Nicole Feige: „Die Atmosphäre untereinander war wirklich sehr schön: Alle Teilnehmer sind sehr aufgeschlossen und ich glaube, das wird eine gute Truppe, die uns da in der Zukunft unterstützen wird!“

 

12. Oktober 2015: Über 30 Teilnehmer bei Info-Matinee

Am Samstag den 10. Oktober 2015 lud die NABU-Naturschutzstation alle Interessierten zu einer Informationsmatinee über das Projekt Ehrenamtliche Schutzgebietsbetreuung ein. Die Veranstaltung war ein richtiger Erfolg: Über 30 Menschen nutzten die Chance, sich über das Projekt und die Schutzgebiete zu informieren. Es bestand zudem die Möglichkeit sich bei Brötchen uns Suppe mit den anderen Interessenten auszutauschen, sowie die hauptamtlichen Naturschutzreferenten der NABU-Station kennenzulernen. Der persönliche Austausch zwischen Interessenten und Projektmitarbeiten sowie den Gebietsbetreuern ist besonders gut angekommen und hat bei vielen Interessenten die letzten Fragen klären können. Zudem wurde endlich die spannende Frage, was denn ganz konkret im Seminar für Inhalte vermittelt werden aufgedeckt, indem das nun fertige Seminarprogramm vorgestellt wurde.

Besonders spannend war zudem ein Vortrag von Maik Sommerhage vom NABU Hessen: Er organisierte im Jahr 2009 das erste Projekt des NABU zur Ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuung. Die Gruppe an Ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuern ist seitdem weit über die 20 Teilnehmer des ersten Kurses hinausgewachsen: Mehr als 200 Ehrenamtliche sind es inzwischen, die sich tatkräftig für ein Gebiet einsetzen! Dieses schöne Beispiel aus Hessen zeigt ebenso wie die große Teilnehmerzahl an der Veranstaltung, dass sich viele Menschen in Ihrer Freizeit für die Natur einsetzen möchten und dies gerne im Zusammenhalt einer Gruppe tuen. Die Ausbildung bietet genau das, und darüber hinaus die Möglichkeit sich durch das Seminar und die praktischen Ausbildungsstunden umfassend weiter zu bilden.

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Rege Teilnahme auf der Info-Matinee zum Projekt Ehrenamtliche Schutzgebietsbetreuer
 

Mitmachen

Wir freuen uns, wenn Sie Interesse an der Ausbildung zum ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuer haben. 

 

Weitere Infos zur Ausbildung

 

Gerne organisieren wir ein persönliches Gespräch wenn Sie sich für ein Schutzgebiet entschieden haben. In diesem haben Sie und der hauptamtliche Schutzgebietsbetreuer der NABU Naturschutzstation Niederrhein die Möglichkeit sich kennen zu lernen und Möglichkeiten der Mitarbeit zu besprechen.

Bei Interesse wenden Sie sich einfach an uns!

 

Nicole Feige (Projektleiterin)

Dr. Thomas Chrobock (Projektmitarbeiter) 

 

Sponsoren

Ausbildung zum ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuenden in Kranenburg

 

 

 

 

 

Landesweite Ehrenamtliche Schutzgebietsbetreuung in NRW

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