Aktuelles aus dem Projekt Gänseexkursionen international

4.2.2017 Zweite Exkursion von und für Geflüchtete

Unsere zweite Exkursion von und für Geflüchtete fand zwei Tage später statt. Alle 48 Plätze im Bus waren besetzt! Zwar schien die Sonne diesmal nicht so schön wie am Donnerstag, dafür haben wir aber viel mehr Gänse gesehen. Auch die Anspannung war nicht mehr so groß, denn alle Exkursionsleiter waren schon etwas routinierter.

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Im Infozentrum Keeken erklärt Mohammad, wie der Deich unsere Landschaft vor Hochwasser schützt.

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Viele Menschen haben noch nie in ihrem Leben vorher Blässgänse gesehen. Heute sehen wir auch viele Grau- und Silberreiher.

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Mittagspause im Ubuntu

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Die Kinder freuen sich über unsere Überraschungstüte „Nils Holgerson“ mit Gänseausmalbildern, Buntstiften, einer echten Gänsefeder und Gänsekeksen, die unser Kranenburger Bäcker Derksen gestiftet hat.

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Mohammad hat alle Vogelnamen ins Arabische übersetzt.

 

Alle Teilnehmer waren begeistert und wollen gerne wieder mit auf eine Tour vom NABU gehen. Exkursionsführer Rajai ist zufrieden über den heutigen Tag. Vor Leuten sprechen ist für den gelernten Schauspieler kein Problem, aber auf Deutsch? Das ist für ihn schon eine kleine Herausforderung.

 

„Ich freue mich, dass der NABU mich gefragt hat, ob ich bei den Gänseexkursionen mitmachen will. So habe ich die Möglichkeit, auch außerhalb des Deutschunterrichts Deutsch zu lernen.“ sagt Rajai begeistert. „Und ich lerne meine neue Heimat kennen!“

 

Auch Mohammad hat das Gänsefiber gepackt: Denn auch wenn er alleine mit seinem Auto unterwegs ist, hält er mittlerweile nach Gänsen Ausschau und ist fasziniert von den allabendlichen Gänseschwärmen, die zu ihren Schlafplätzen aufbrechen. Auch in seiner Heimat hat er schon Gänse gesehen, allerdings nur am Himmel. „Die Gänse hier auch am Boden zu sehen, ist sehr toll!“ schwärmt er.

 

 

 

2.2.2017 Erste offizielle Gänsesafari von und für Geflüchteten


 

Heute war der große Tag für unsere Gruppe! Die erste offizielle Gänsesafari von und für Geflüchteten zusammen mit einem kleinen Team ehrenamtlicher deutscher Exkursionsleiter fand statt. Von 10 bis 14 Uhr waren wir mit einem fast voll besetzten Bus im Naturschutzgebiet Düffel unterwegs.

 

Das Wetter hätte besser nicht sein können: Die Sonne schien vom Himmel und es war einer erster schöner Frühlingstag. Den ersten Stopp machten wir im Infozentrum Keeken. Anhand zahlreicher Modelle erklärten wir unseren Gästen, wie die Landschaft durch die vorletzte Eiszeit entstanden ist und welche Auswirkungen das Hochwasser auf den Niederrhein hat.

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Unsere Exkursionsleitertandems Iskandar (Tadschikistan) & Fred und Rajai (Syrien) & Nicole (nicht auf dem Bild).

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Viele Geflüchtete sind heute zum ersten Mal im Naturschutzgebiet Düffel unterwegs und beobachten die WIldgänse.

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Mittagspause im Ubuntu, einen Raum in Kranenburg, den die Gemeinde für Aktionen von und für Geflüchtete zur Verfügung stellt und in dem wir uns ein wenig stärken konnten.

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An der Kirche in dem kleinen Örtchen Niel gibt es viel zu erzählen: Im Kirchenportal sind die Hochwassermarken der letzten großen Überflutungen eingetragen. In den alten Lindenbäumen vor der Kirchen brüten Steinkäuze und schlafen Fledermäuse.

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Gruppenfoto mit dem Gänseexkursionsleiterteam

 

Fred und Iskandar sind sehr zufrieden über den heutigen Tag. Iskandar hätte sich vor einigen Monaten nicht träumen lassen, einmal Exkursionen zu den Wildgänsen anzubieten. Obwohl er inzwischen eine Ausbildung angefangen und nur wenig Zeit hat, lässt er unsere Truppe nicht im Stich. Und Rajai freut sich schon auf die nächste Exkursion, bei der er wieder dabei sein wird.

 

28. Januar 2017 Letzte Probeexkursion


 Noch einmal wollten Iskandar, Rajai und Dorian heute die Route für die Gänseexkursion abfahren, bevor es nächste Woche ernst wird: Für den 2. und 4. Februar haben sich über 70 Geflüchtete aus Kranenburg und Kleve zu einer Gänsesafari angemeldet. Täglich bekommen wir neue Anmeldungen und freuen uns auf so viel Andrang, nachdem die Teilnehmerzahlen Anfang des Jahres nur sehr schleppend gestiegen sind.

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Unser Lieblingsplatz bei Düffelward: Blick auf die Halbinsel Schenkenschanz

 

Wir haben noch einmal alle wichtigen Stopps auf unserer Exkursionsroute besucht. Am meisten hat es den dreien Schenkenschanz angetan. Für sie ist es kaum vorstellbar, dass die Halbinsel Salmorth vor etwas mehr als 20 Jahren einmal unter Wasser gestanden hat und dass die Einwohner des kleinen Örtchens evakuiert werden mussten. Dass es früher viele Hochwasser am Niederrhein gegeben hat und viele Häuser deswegen „auf dem Poll gebaut sind“ beeindruckt alle sehr.

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Alles klar für den 2.2.!

 

16. Dezember 2916 Die Bewerbung der Gänseexkursionen hat begonnen

 

Iskandar und Fred haben im Internetcafe für Geflüchtete in Kranenburg einen Flyer in vier Sprachen entworfen. Den wollen wir in den Flüchtlingsunterkünften in Kranenburg und Kleve verteilen. Wassim, der in einem der Unterkünfte in Kleve wohnt, kennt dort viele Menschen und möchte alle persönlich einladen. In Kranenburg helfen die deutschen Ehrenamtlichen vom Runden Tisch, die Infos zu den Gänseexkursionen zu verteilen. Auch in dem Newsletter, den Fred regelmäßig an Deutsche und Geflüchtete verschickt, werden die Gänseexkursionen beworben. Iskandar hängt ein Plakat im Internetcafe auf. Wir sind alle gespannt, wie viele Leute sich anmelden!

 

Flue Flyer

 

30. November 2016 Kurzer Zwischenbericht zu unseren Treffen

 

Drei weitere Treffen hat es inzwischen gegeben und wir konnten neue Gesichter in unserer Runde begrüßen. Andere Geflüchtete haben unsere Gruppe aus persönlichen Gründen leider verlassen müssen. Die Kommunikation auf Deutsch ist nicht immer leicht, aber mit vielen Bildern können wir uns verständigen.

 

Mohammad, Iskandar und Wassim zeigen uns, welche Vögel es in ihren Heimatländern gibt. Das Wissen nur theoretisch zu vermitteln, ist sehr anstrengend. Darum wollen wir bald noch einmal mit allen raus in das Naturschutzgebiet Düffel fahren und die Tiere und die Landschaft live erleben.

 

Mittlerweile sind schon viel mehr arktische Gänse als im Oktober im Gebiet angekommen. Bei unserer ersten Tour konnten wir leider noch keine Blässgänse beobachten, sondern mussten uns mit Nil, Kanada- und Graugans begnügen.

 

Mohammad hat die wichtigsten Vogelnamen übersetzt und lernt, die Tiere an ihren Merkmalen zu erkennen.

 

arab Namen

 

24. Oktober 2016 Erste Kennenlernen-Exkursion durch die Düffel

 

Am Wochenende haben wir im Rahmen unseres Projektes „Gänsesafaris international“ eine Kennenlernexkursion für unsere neuen Gänseexkursionsleiter durch die Düffel gemacht. Am Storchennest in Zyfflich erklärte Jan, wie die Störche die Thermik zum Fliegen nutzen. Die östliche Flugroute der Störche aus Deutschland führt auch durch die Heimat unserer Syrier und Kurden – so verbindet ein Vogel unsere Länder miteinander!

 

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In Keeken machten wir einen kurzen Stopp im Besucherzentrum. Anhand von Modellen ließ sich vieles leichter erklären. Besonders interessant und neu war für die Geflüchteten die Hochwasserproblematik. Dass früher die ganze Landschaft wochenlang unter Wasser stand und einige Häuser in der Düffel darum heute noch „auf dem Poll“ stehen, hat alle sehr beeindruckt. In Düffelward warfen wir einen Blick auf Schenkenschanz und alle versuchten sich vorzustellen, wie es hier im Winter 1995/96 ausgesehen haben mag.

 

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18. Oktober 2016 Auftakttreffen

 

Gestern fand das Auftaktreffen zu unserem neuen Projekt statt: Unsere ehrenamtlichen Gänseexkursionsleitern haben alle interessierte Geflüchteten in und um Kranenburg zu einer Kennenlernrunde eingeladen. Unser erstes Treffen war ein toller Erfolg: Elf Geflüchtete aus vier verschiedenen Ländern sind unserer Einladung gefolgt! Und sie wollen noch weitere Bekannte mobilisieren, um mitzumachen. Die Gänse sind nicht allen unbekannt: In Albanien rasten ebenfalls viele Gänse, auch in Syrien sind Gänse am Himmel keine unbekannte Erscheinung. Wir sind alle gespannt auf die nächsten Wochen und Monate.

 

Am Tisch

 

 

 

Die Projektidee

und die Hintergründe zum Projekt finden Sie hier.

Info

Die Projektleitung obliegt unserer Naturschutzreferentin Nicole Feige.

 

 

Dieses Projekt wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.

 

 

Der NABU-Bundesverband ist Projektpartner.