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Aktuelles aus den Moiedtjes

 

Hier finden Sie aktuelle Informationen zum naturkundlichen Monitoring im Naturschutzgebiet "Die Moiedtjes" sowie zu geplanten Maßnahmen.

 

24 Oktober 2016 Limnologische Untersuchung im NSG Die Moiedtjes

Einige Gewässer im NSG Die Moiedtjes wurden in diesem Jahr limnologisch untersucht. Hierfür wurden zahlreiche Parameter analysiert (Neben der Tiefe, Wassertemperatur, Trübung, Leitfähigkeit, Sauerstoffkonzentration, ph-Wert, Phosphor, Nitrat, Nitrit, Ammonium und Chlorophyll a). Aus den Daten wurden Aussagen über den Trophiegrad, also die Nährstoffsituation, getroffen. Dies wird dann als Grundlage für die Planung von Naturschutzmaßnahmen genommen, wie zum Beispiel die Förderung von Schilf. Es wurde aber auch deutlich, dass der zum Teil hohe Nährstoffeintrag in das Gebiet ein Problem darstellt.

 

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26 September 2016 Infotafel errichtet

Passanten können sich nun auf Deutsch und auf Niederländisch über die Geschichte und den ökologischen Wert des Gebietes, sowie seine Flora und Fauna informieren. Hierfür wurde eine Infotafel an Eingang des Gebietes an der Straße "Am Moddeich" errichtet.

 

Infotafel

 

20. Juni 2016 Der Eisvogel ist auch 2016 gut vertreten

Mitte Juni erfolgte die letzte Erfassung der Brutvögel im Naturschutzgebiet „Die Moiedtjes“. Auch 2016 war das Brutvogelinventar überwiegend von häufigeren Arten wie Stockente und Blässralle geprägt. Allerdings ist das Gebiet auch ein Eldorado für Brutvögel der Hecken, Säume und feuchten Gebüsche, wie die Dorngrasmücke, die hier geeignete Lebensräume finden. Star ist natürlich der Eisvogel mit seinem auffälligen Federkleid, der wieder mit drei Revieren vertreten ist. Aber auch die "echten" Stare finden in den vielen alten Bäumen als Höhlenbrüter eine Unterkunft.

 

Eisvogel mit "Brautgeschenk" (Photo: Ulrich Kosinsky)

 

10. November 2015 Eine Steilwand für den Eisvogel

Der Eisvogel ist der schillernste Bewohner des Naturschutzgebietes „Die Moiedtjes-Teiche“. Er lauert von Sitzwarten auf seine Beute, die vorwiegend aus kleinen Fischen besteht. Erspäht er einen, taucht er stoßartig ins Wasser. Kleinere Beute wird sofort verschluckt, größere auf einen Ast transportiert und dagegen geschlagen. Der Eisvogel schluckt die Fische mit dem Kopf voran, damit sich die Schuppen im Rachen nicht sträuben und der Leckerbissen steckenbleibt. Sein Nest legt er in einer bis zu 80 Zentimeter langen Röhre an, die er in Steilwände gräbt. Die Steilwand muss aus Lehm oder festen Sand bestehen, frei von Vegetation und nur wenig Wurzeln enthalten.

 

 

Um den Eisvögeln ausreichend Brutmöglichkeiten zu bieten, wurden zwei Eisvogelsteilwände angelegt. Naturschutzreferent Christian Langner ist optimistisch, dass sich der Eisvogel einnistet. „In dem Teil des Gebietes gibt es viele Warten, die er für seine Jagd nutzt. Das Einzige was dort fehlte, waren geeignete Brutmöglichkeiten. Diese sind nun vorhanden.“

 

01. Oktober 2015 Neues von Eisvogel, Biber und Fledermaus

Vergangenen Sonntag stellte Naturschutzreferent Christian Langner bei einer Exkursion sowohl Flora und Fauna dieses ökologischen Kleinods als auch die Arbeit der Naturschutzstation Niederrhein vor. Auf die Protagonisten des Gebiets war dabei wieder einmal Verlass: Es gibt nämlich kaum eine Begehung hier ohne Sichtung des Eisvogels. Und so zeigte er sich zur Freude aller Teilnehmer auch diesmal ganz zuverlässig.

 Eisvogel T.Dove

 

Für Erstaunen sorgte eine der vorhandenen Biberburgen, die außergewöhnlich stark angewachsen war. Weiteres Highlight: Die Fledermauskästen, die hier erst kürzlich aufgehangenen wurden, sind erfreulicherweise offenbar bereits angenommen worden. Kotspuren gaben entsprechende Hinweise darauf.

 

09. Juli 2015 Sommerquartiere für Fledermäuse, Brutröhre für Steinkauz

Gemeinsam mit einer Eigentümerfamilie, die sich der ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuung angenommen hat, haben wir vergangenen Dienstag vier Fledermauskästen angebracht, die als Sommerquartier dienen sollen.

 

 

Um dem in Gebietsnähe wieder aufgetauchten Steinkauz eine Brutmöglichkeit anzubieten, haben wir zudem auf einer nahe angrenzenden Streuobstwiese eine Steinkauzröhre installiert. Wir sind gespannt, wie beides angenommen wird!

 

17. Juni 2015 Sensationelle Entdeckung!

Einer unserer letzten Kartiergänge hielt eine überaus erfreuliche Überraschung für uns bereit: Wir haben Kammmolche entdeckt – und zwar direkt fünf Individuen. Das ist eine kleine Sensation, denn es ist das erste Mal, dass diese Art in den Moiedtjes nachgewiesen werden konnte. Die größte einheimische Molchart mit einer Körperlänge von 18 cm ist eine seltene FFH-Art und steht auf der roten Liste in der Kategorie 3, das heißt, sie gilt als gefährdet.

 

Der Kammmolch kommt sowohl in vegetationsreichen Stillgewässern als auch in Augewässern vor und hat von allen einheimischen Molchen die längste aquatische Phase. Diese kann von Ende Februar bis Anfang Oktober reichen. Charakteristisch ist der namensgebende kammartige Hautsaum der Männchen während der Paarungszeit. Das Foto zeigt zwei weibliche Tiere.

 

20. Mai 2015 Dem Biber geht es gut!

Bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde der einst fast flächig in Europa vorkommende Biber nahezu ausgerottet. Daher wird diese Art in Anhängen II und IV der europäischen Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie geführt und genießt somit internationalen Schutz. Seine Lebensstätten dürfen auch außerhalb von Schutzgebieten nicht zerstört werden. Deutschland ist der EU gegenüber verpflichtet, regelmäßig über den Zustand des Bibers zu berichten. Nach 2012 wurde dieses Jahr anhand von Fraßspuren, Biberburgen und –wegen eine Wiederholung der Zustandserfassung vorgenommen. Und es gibt erfreuliche Nachrichten: Der Lebensraum ist unverändert in gutem Zustand! In den Moiedtjes-Teichen gibt es mindestens zwei Reviere des Bibers. Vergangenes Jahr konnten sogar bis zu fünf Tiere gleichzeitig beobachtet werden.

 

20. August 2014 Erfreuliche Funde!

Sowohl in der Emmericher Ward als auch in den Moiedtjes kann man zurzeit unter anderem den gefährdeten, zart rosa blühenden Erdbeer-Klee (oder auch Himbeer-Klee genannt, lat.: Trifolium fragiferum) entdecken. Er ist sehr gut zu identifizieren. Seine charakteristischen Samenstände erinnern an hellrosa-bräunliche Himbeeren. So kam der Klee auch zu seinem Namen. Er wächst auf lehmig-tonigen Böden an feuchten Stellen auf Weiden oder an Wegrändern.

Himbeerklee Moietjes 

10. März 2014 Frühjahrsputz im Schutzgebiet

Am vergangenen Wochenende haben ehrenamtliche Helfer der NABU-Naturschutzstation Niederrhein gemeinsam Hand angelegt und für einen Frühjahrsputz auf den landeseigenen Flächen des Naturschutzgebietes gesorgt: Noch bevor Gehölze und Hochstauden wieder voll ausschlagen, konnten in der rund dreistündigen Aktion bei strahlendem Sonnenschein neben reichlich Haus- und Gartenabfällen LKW-Reifen, Autoteile, Kanister und vieles mehr aus dem Gebiet entfernt.

Die Natur wird es allen fleißigen Helfern danken! Ganz nebenbei konnten die fleißigen Helfer ihren ersten Eisvogel für dieses Jahr beobachten und sich an blühendem Scharbockskraut erfreuen.

10. Juli 2013 Spitzenfleck und Keilflecklibelle entdeckt

Bei einer Libellenkartierung wurden mit dem Spitzenfleck und der Keilflecklibelle zwei seltene und gefährdete Libellenarten beobachtet. Die verschiedenen Arten werden auf eine Karte eingetragen und am Ende der Flugzeit werden die Ergebnisse ausgewertet. Sehr häufige Arten sind Großer Blaupfeil, Große Pechlibelle, Hufeisen-Azurjungfer, Vierfleck und Becher-Azurjungfer.

13. Juni 2013 Erfassung der Brutvögel beendet

Zwischen Ende März und Mitte Juni wurden alle in den Moiedtjes-Teichen brütenden Vogelarten erfasst. Neben häufigen Arten wie Sumpf- und Weidenmeise konnten auch seltenere Arten wie Goldammer, Teichrohrsänger, Nachtigall und Eisvogel als Brutvögel nachgewiesen werden.

Gebietsmonitoring

Christian Langner

 

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Telefon: 02826/91876-119

 

Christian Langner ist für die Koordination des Monitorings im Naturschutzgebiet und die Entwicklung von Maßnahmen im nördlichen Gebietsteil zuständig.