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Gewässer

Wasser ist einer der wichtigsten Rohstoffe unseres Planeten. Ohne Wasser wäre kein Leben möglich. So sollte es eigentlich selbstverständlich sein mit dieser Ressource sparsam umzugehen und sie nicht durch Schadstoffe zu verunreinigen. Der Niederrhein ist geprägt durch Deutschlands bekanntesten Fluss, den Rhein, denn die Landschaft am Niederrhein wurde durch diesen Fluss wesentlich geformt. Heute jedoch ist der Niederrhein in ein enges Korsett gezwängt und gehört zu den am stärksten befahrenen Wasserstraßen weltweit. Insgesamt beträgt die auf dem Rhein momentan verkehrende Flotte ungefähr 6900 Schiffe und eine Gütermenge von rund 310 Millionen Tonnen.

 

Die EU-Wasserrahmenrichtlinie

 

Die EU-Wasserrahmenrichtlinie (Europäische Richtlinie 2000/60/EG zur Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich der Wasserpolitik) ist seit 22. Dezember 2000 in Kraft. Diese Richtlinie führte grundlegende Neuerungen in die Wasserpolitik der Mitgliedsstaaten ein, darunter die Aufstellung von einheitlichen Qualitätszielen für die europäischen Gewässer in Verbindung mit einem verbindlichen Umsetzungsfahrplan und Terminvorgaben, die Definition der Methoden zur Erreichung der Ziele, einen integrierten Ansatz, in dem biologische, ökologische, chemische Qualität der Gewässer betrachtet und bewertet werden, einen flussgebietsbezogenen Ansatz, in dem gesamte Einzugsgebiete als funktionale Einheiten betrachtet und verwaltet werden. Grundlegendes Ziel ist die Erreichung eines „guten ökologischen und chemischen Zustandes“ der europäischen Gewässer.

 

In der ersten Phase wurden sämtliche relevanten Gewässer und die bestehenden Belastungen und Beeinträchtigungen erfasst und ihr Zustand bewertet (Bestandsaufnahme). Die Ergebnisse sind für NRW in Form der Ergebnisberichte zu den einzelnen Einzugsgebieten veröffentlicht. Darauf aufbauend wurden unter breiter Einbeziehung der Öffentlichkeit, der Anwohner, Betroffenen und Interessierten je Flussgebietseinheit die sogenannten Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme erarbeitet. Diese Dokumente konkretisieren die Entwicklungsziele für die einzelnen Flussgebietseinheiten und beschreiben konkrete Maßnahmen zur Erreichung derselben.

 

2016 tritt der 2. Bewirtschaftsungsplan für das Land Nordrhein-Westfalen in Kraft. Weitere Informationen

 

Gewässerschutz bei der NABU Naturschutzstation Niederrhein

 

Die NABU-Naturschutzstation Niederrhein engagiert sich mit ihrer Arbeit auch für den Gewässerschutz und die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie. In den naturschutzfachlich betreuten Schutzgebieten werden regelmäßig Monitorings vorgenommen und hierdurch Rückschlüsse auf die Gewässergüte gezogen. Durch geeignete Maßnahmen werden die Gewässer geschützt und die Wasserqualität optimiert. Beispiele hierfür sind die Abflachung von Ufern und die Vergrößerung von Schilfröhricht, die Wiederherstellung von Feuchtgebieten oder die Zusammenarbeit mit Landwirten um den Schadstoffeintrag zu vermindern. Mit den zwei großen LIFE-Projekten „Fluss und Auenoptimierung Emmericher Ward“ und „Nebenrinne Bislich-Vahnum“ wird die NABU-Naturschutzstation Niederrhein am Rhein jeweils zwei Nebenrinnen anlegen, um Auenarten wieder einen Lebensraum zu bieten. Die Nebenrinnen werden eine Vielfalt an Strukturen und unterschiedliche Strömungsverhältnisse bieten, zudem schützen sie vor dem Hub und Sunk der Schifffahrt.

 

 

Mehr Infos zum...

... Naturschutz im Kreis Kleve gibt es halbjährlich im Nikk.

 

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