Kranenburg, 14.12.2011
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Ökologische Maßnahmen für die Düffel-Fließgewässer

Im Zuge der EU-Wasserrahmenrichtlinie wurden in gemeinsamer Kooperation von Deichverband, Naturnutzern und Naturschützern verschiedene Maßnahmen zur ökologischen Verbesserung für die Fließgewässer im Naturschutzgebiet Düffel geplant.

Die EU-Wasserrahmenrichtlinie sieht ökologische Verbesserungen für alle Fließgewässer vor. Daher sind auch Maßnahmenvorschläge für erheblich veränderte oder künstliche Gewässer gefragt. Dazu zählen die so genannten Wässerungen in der Düffel, die heutzutage hauptsächlich als Entwässerungsgräben genutzt werden. Die Planung von Maßnahmen soll bei der Wasserrahmenrichtlinie im Kooperationsverfahren zwischen Verwaltungen, Landnutzern und Naturschützern vorgenommen werden.
Auf Einladung des Deichverbandes Kleve-Landesgrenze haben sich für die Planungen zu den Düffel-Wässerungen Vertreter der Deichschauen, der Kreis- und Gemeindeverwaltungen, der Landwirtschaftskammer, von Landwirtschafts- und Fischereiverbänden sowie Naturschutz-organisationen zusammengesetzt. Die NABU-Naturschutzstation Niederrhein war bei den bisherigen fünf Treffen dabei, der letzte Workshop hat am heutigen Montag stattgefunden. „Die Station ist natürlich als unabhängiger Anwalt für Naturbelange aufgetreten, hat sich bei der Maßnahmen¬planung aber kompromissbereit gezeigt“, erläutert Andreas Jünemann, der ehrenamtlich für die NABU-Naturschutzstation an den Treffen teilgenommen hat. So konnten trotz teilweise unterschiedlicher Sichtweisen von Naturschützern und -nutzern für die Maßnahmenplanung gute Kompromisse gefunden werden. „Wir freuen uns über das Ergebnis und hoffen, dass für die Zukunft verbesserte Rahmenbedingungen für die Tiere und Pflanzen in den Düffel-Gewässern geschaffen werden können“, fährt Jünemann fort.
Ein Ergebnis der Kooperation sind Struktur verbessernde Maßnahmen, die als Trittsteine in regelmäßigen Abständen an den Düffel-Gewässern geplant werden. Dazu gehören zum Beispiel die Abflachung der Ufer, die Aufweitung des Gerinnes oder Sperrwerke, die über so genannte Fischtreppen durchgängig gemacht werden. Die landeseigenen Naturschutzflächen an Gewässern sowie eine Fläche der NABU-Naturschutzstation stehen für die Umsetzung zur Verfügung. „Verschiedene Untersuchungen der NABU-Station haben ein hohes ökologisches Potenzial der Wässerungen zum Beispiel für Libellen und Wasserpflanzen ergeben, so dass wir hoffen, mit den für die Zukunft geplanten Maßnahmen viel für den Naturschutz erreichen zu können“, freut sich Daniel Doer, Schutzgebietsbetreuer für die landeseigenen Flächen in der Düffel. Die Kooperationsteilnehmer haben vereinbart, dass sie sich auch zukünftig bei der Umsetzung regelmäßig zusammensetzen werden. So ist durch die EU-Wasserrahmenrichtlinie der Grundstein für eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit zur ökologischen Verbesserung der Düffel-Wässerungen gelegt worden.


Foto: Nabu-Naturschutzstation.de

verantwortlicher Autor: Daniel Doer