Die NABU-Naturschutzstation ist aus einer rein ehrenamtlich arbeitenden NABU-Ortsgruppe hervorgegangen. Heute befindet sich die NABU-Naturschutzstation in Trägerschaft des NABU-Landesverbandes NRW und des NABU-Kreisverbandes Kleve.
Mitte der achtziger Jahre war aufgrund der Größe der Naturschutzgebiete und der umfangreichen dort notwendigen Arbeiten die anfangs rein ehrenamtliche Wochenend- und Freizeitarbeit der NABU-Ortsgruppe Kranenburg bald nicht mehr ausreichend. Bereits Anfang der achtziger Jahre plante man hauptamtliche MitarbeiterInnen einzustellen. Als erstes wurden Zivildienststellen beantragt, die durch das Bundesamt für den Zivildienst (BAZ) 1988 bewilligt wurden und damit die Gründung der NABU-Naturschutzstation in Kranenburg ermöglichte. Aufgrund der Aussetzung des Zivildienstes wurde im März 2011 der "letzte" Zivildienstleistende verabschiedet.
Drei Jahre lang wurde die in der Station anfallende Arbeit von
den Zivildienstleistenden,
PraktikantInnen und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen getätigt.
Von
Februar 1992 bis Februar 1994 arbeiteten zusätzlich drei
Diplom-Biologen,
ein Agraringenieur und ein Bürokaufmann auf ABM-Basis in der
NABU-Naturschutzstation.
Heute sind dort neben Ehrenamtlichen MitarbeiterInnen und
PraktikantInnen drei Landschaftsökologen, vier Diplom-Biologen, zwei
Verwaltungsangestellte und drei Teilnehmer/innen am Freiwilligen Ökologischen Jahr
(FÖJ) tätig.
Zum Anfang
Das Gebiet der Düffel umfaßt ca. 10.000 ha, liegt zwischen den beiden Städten Kleve und Nijmegen und wird von der deutsch-niederländische Grenze durchzogen. Der deutsche Teil der Düffel ist ca. 6.460 ha groß. Davon wurden 1985 3.800 ha als Naturschutzgebiet ausgewiesen.
Die Düffel ist eine Kulturlandschaft, die zum größten Teil intensiv landwirtschaftlich genutzt wird. Sie ist durch Hecken, Feldgehölze, Kopfbäume, Gräben und Grünland geprägt. Im Winterhalbjahr hat das Gebiet als Rast- und Äsungsplatz für Wildgänse aus Sibirien eine große Bedeutung: Rund 60.000 Wildgänse überwintern jeden Winter in der Düffel - am ganzen Niederrhein sind es ca. 150.000. Zwischen November und März sind die Wildgänse anzutreffen. Die Düffel wird im Norden durch den Rhein und im Süden durch Endmoränenwälle begrenzt. Die Wiesen der Düffel bieten Lebensraum für viele Vogelarten, Amphibien und Insekten sowie Feuchtwiesenpflanzen.
Neben der Düffel gehören auch andere
Naturschutzgebiete im
Kreis Kleve zum Ramsar-Gebiet "Unterer Niederrhein" und werden von der
NABU-Naturschutzstation betreut. Dazu zählen vor allem die
Naturschutzgebiete
"Emmericher Ward", "Rindernsche Kolke" und "Kranenburger Bruch". Die
Aktivitäten
in diesem Feuchtgebiet finden landesweit Beachtung.
Zum Anfang
Dieses Tätigkeitsfeld bildet den Arbeitsschwerpunkt
für die FÖJlerInnen und BFDlerInnen in der NABU-Naturschutzstation. Dazu
zählen
Exkursionen, Führungen, Seminare und
Naturerlebnistage
für Menschen unterschiedlichen Alters und mit
unterschiedlichen Interessen
und Vorkenntnissen. Besonders häufig finden Veranstaltungen
für
Schulklassen statt.
Die Düffel erlangt zunehmend Bedeutung als Erholungsgebiet.
Besonders
im Winterhalbjahr zur Zeit der Gänserast wird das Gebiet von
vielen
Touristen besucht. In den letzten Jahren wurden
Lenkungsmaßnahmen
notwendig, um den empfindlichen Zugvögeln die nötige
Ruhe zur
Nahrungsaufnahme zu sichern. Die FÖJlerInnen und BFDlerInnen
beobachten die Gänsetrupps und informieren Touristen
über das
richtige Verhalten. Besonders an Wochenenden werden
öffentliche Busexkursionen
in das Rastgebiet durchgeführt.
Zum Anfang
Um den Zustand der Naturschutzgebiete ständig zu
überwachen,
werden regelmäßig Bestandszählungen bei
verschiedenen Wasservögeln,
Enten, Kormoranen etc. durchgeführt. Dabei sollen der
Einfluß
der Freizeitnutzung und der Landwirtschaft untersucht sowie
Bestandstrends
ermittelt werden.
Zum Anfang
In den betreuten Gebieten sind Entwicklungs- und
Pflegemaßnahmen
durchzuführen. Dazu gehört insbesondere das
Mähen von Feuchtwiesen
und Entbuschungsaktionen. Alle Tätigkeiten werden in
Zusammenarbeit
mit den haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen unter deren
Anleitung
durchgeführt.
Zum Anfang
Naturkundliche Vorkenntnisse sind wünschenswert. Sie
verstärken
Ihre Chancen einen FÖJ- oder BFD-Platz bei uns zu
bekommen.
Am wichtigsten ist ihr Engagement für den Natur- und
Umweltschutz,
das Sie durch die Mitarbeit in einer Naturschutz- oder
Umweltschutzgruppe,
in einer Bürgerinitiative oder durch die Wahl des
Biologie-Leistungskurses
in der Schule unter Beweis gestellt haben sollten.
Zum Anfang
Das FÖJ und der BFD bei uns erfordern sehr viel Kontaktfreudigkeit, selbständiges Arbeiten, Engagement und Eigeninitiative. Die Ihnen zugewiesenen Aufgaben müssen verantwortungsbewußt und gewissenhaft erledigt werden.
Die Arbeit in der NABU-Naturschutzstation ist anstrengend.
Flexible
Arbeitszeiten sind erforderlich. Viele Veranstaltungen werden an
Wochenenden
durchgeführt. Die Wochenarbeitszeit kann – besonders
im Winter – mehr
als 45 Stunden betragen.
Zum Anfang
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Die FÖJlerInnen und BFDlerInnen werden in der Dienstwohnung der NABU-Naturschutzstation untergebracht. Dort wohnen sie zusammen mit PraktikantInnen in einer Wohngemeinschaft. Die Unterkunft ist unentgeltlich. Die Bewohner müssen sich selbst verpflegen, eine komplett eingerichtete Küche sowie eine Wasch- und Trockenmaschine steht dazu zur Verfügung. Ein eigenes Fahrrad sollte mitgebracht werden. |
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Seit 1995 arbeiten auch TeilnehmerInnen des Freiwilligen
Ökologischen
Jahres in der NABU-Naturschutzstation Niederrhein. Das FÖJ ist
für
Schulabgänger, die sich noch beruflich orientieren wollen
eingerichtet
worden und ist dem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) gleichgestellt. Es
ist bevorzugt für Schulabgänger mit Sekundar
I-Abschluß
gedacht, soll aber soweit wie möglich auch
Absolventen des Gymnasiums berücksichtigen.
Wir laden geeignete BewerberInnen zu Vorstellungstagen (in der Regel 3 Tage) nach Kranenburg ein. Genaue
Informationen hierzu finden Sie unter www.foej.lvr.de.
Die Rahmenbedingungen für das FÖJ sind vom Gesetzgeber wie folgt festgelegt:
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| Naturerlebnistag "Piraten" im Sommer 2010. |
Arbeitseinsatz: Orchideenwiesenmahd im Sommer 2010.
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Exkursionsleiter Gänsesafaris: Team 2010/2011. |