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Aktuelles

Pressemitteilung: Rückschnittarbeiten im Naturschutzgebiet Emmericher Ward

07.02.2022 – Es hat alles seine Richtigkeit, wenn diese Woche Sägen und Bagger im Naturschutzgebiet Emmericher Ward anrücken. Die Arbeiten sind Teil der Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen, die die NABU-Naturschutzstation Niederrhein mit Förderung der EU und des Landes NRW durchführen lässt. Hierdurch soll die Emmericher Ward als wichtiger Auen-Lebensraum für bedrohte Arten und als Rastplatz für Zugvögel erhalten werden.

 

Das Naturschutzgebiet Emmericher Ward ist Teil des international bedeutsamen Feuchtgebietes und EU-Vogelschutzgebietes „Unterer Niederrhein“, das sich von Duisburg bis zu den Niederlanden erstreckt. Dieses Feuchtgebiet leidet jedoch unter Wassermangel durch die Eintiefung des Rheins, zunehmende niederschlagsarme Perioden und seit Jahren sinkende Grundwasserstände. Auch die Emmericher Ward ist zu trocken geworden.

 

EU-Projekt zur Wiedervernässung

Im Rahmen des EU-geförderten LIFE-Projektes „Feuchtgebiet Emmericher Ward“ werden verlandete Altwasser und Flutmulden wiederhergestellt und Wasser wird wie früher in der Landschaft zurückgehalten. „Mit diesen Maßnahmen wird die Grundlage für auentypische Lebensräume geschaffen“, sagt Klaus Markgraf-Maué, Vorstandsmitglied der NABU-Naturschutzstation Niederrhein und verantwortlicher Projektleiter. „Wir hoffen, so auch einige gefährdete Arten zurückzuholen, wie beispielsweise den Großen Brachvogel, der früher hier gebrütet hat.“

Das Projekt hat überregionale Bedeutung. Markgraf-Maué: „Wir erproben hier beispielhaft, wie Wiedervernässung gelingen kann, so dass andere Gebiete mit ähnlichen Problemen von unserer Erfahrung profitieren.“

 

Rückschnittarbeiten im Februar

Eine der Wiedervernässungs-Maßnahmen besteht darin, verlandete Auen-Gewässer wieder zu tatsächlichen Gewässern zu machen. Dazu hat am Montag der Rückschnitt der Gehölze begonnen, die sich in ihrem Bereich angesiedelt hatten. Im nächsten Schritt werden diese Stellen von der Kampfmittelbeseitigung überprüft, so dass sie dann im Sommer ausgebaggert werden können.

 

Projekt für Natur und Menschen

Das LIFE-Projekt „Feuchtgebiet Emmericher Ward“ trägt bei zur Erfüllung der Verpflichtungen des Landes NRW, das EU-Vogelschutzgebiet „Unterer Niederrhein“ zu erhalten und zu entwickeln. Die Bauarbeiten werden von der EU und dem Land NRW finanziert.

Zur Durchführung der Bauarbeiten werden nach Möglichkeit lokale Unternehmen beauftragt, so dass dieses Projekt nicht nur der Tier- und Pflanzenwelt und dem Lebensraum Auenlandschaft zugutekommt, sondern auch der heimischen Wirtschaft.

 

Weitere Informationen:

LIFE-Projekt Feuchtgebiet Emmericher Ward: http://www.life-emmericher-ward.de

 

Warum Rückschnitt von Gehölzen wichtig ist, um selten gewordene und wertvolle Lebensräume zu erhalten, haben wir zu den Maßnahmen im Kranenburger Bruch ausführlich erklärt.

 

Rodungsarbeiten NABU

Rückschnittarbeiten (Foto: NABU-Naturschutzstation Niederrhein)

Großer Brachvogel NABU OttodeZoete

Großer Brachvogel - er braucht feuchte Wiesen für die Nahrungssuche und Fortpflanzung (Foto Otto de Zoete)

 

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Observado

 

Sie können Ihre Naturbeobachtungen auch in das internationale Internetportal Observado eintragen. Hierfür müssen Sie sich kostenlos registrieren. Dann können Sie Beobachtungen von Flora und Fauna eintragen - alle Beobachtungen aus dem Arbeitsgebiet der NABU-Naturschutzstation Niederrhein finden Sie auch ohne Anmeldung hier.



Ornitho

 

Seit Anfang 2012 ist das bundesweite Vogelbeobachtungsportal Ornitho verfügbar. Nach einer kostenlosen Anmeldung können Sie alle Vogelbeobachtungen mit Fundpunkt auf einer Karte eintragen. Die Daten werden vom Dachverband Deutscher Avifaunisten ausgewertet, um überregionale Bestandsentwicklungen zu  dokumentieren.

 



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