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Kiebitzbalz und Blumenblüte

19. März 2014: Das erste Wiesenschaumkraut blüht. Die Wiesenpieper singen schon in den naturnahen Naturschutzflächen in der Hetter. „So früh habe ich das bisher noch nicht erlebt“, sagt Dr. Andreas Barkow. Der erste Kontrollgang in den Wiesenvogelgebieten musste in diesem Jahr aufgrund der milden Witterung vorgezogen werden. „Sonst verpassen wir die frühen Brutpaare“, ergänzt der Wiesenvogelexperte.

 

Ähnlich ist das auch bei den Kiebitzen. Da beobachten die Naturschützer der NABU-Naturschutzstation Niederrhein schon seit Ende Februar, dass einzelne Paare Reviere bilden. In den Niederlanden wurde am 4. März bereits das erste Kiebitzei gefunden. „Daraufhin haben wir auch bei uns genauer hingesehen. In der Hetter und auch in der Düffel sind die Kiebitze aber noch nicht so weit“, berichtet Barkow. Die Kiebitze waren bis Mitte März die meiste Zeit noch in größeren Trupps unterwegs. Aber in den nächsten Tagen dürfte das Brutgeschäft starten. Immer häufiger sind jetzt die Balzflüge mit den auffälligen „kuiwit“-Rufen zu beobachten. Zudem attackieren die Kiebitze Rabenkrähen, wenn diese über die Reviere fliegen. Ein sicheres Zeichen, dass Nestmulden angelegt und vielleicht auch schon Gelege vorhanden sind.

 

 

Was zurzeit noch den Reiz einer frühmorgendlichen Gebietsbegehung erhöht ist die Vielzahl von durchziehenden Vogelarten. In der Hetter sind aktuell viele hundert Große Brachvögel zu beobachten. An den schlammigen Ufern der Gewässer rasten zudem seltene Watvögel, die noch weiter an die Küsten Norddeutschlands, Skandinaviens oder bis in die Taiga ziehen werden. „Gestern konnten wir fünf Alpenstrandläufer beobachten, dazu Flussregenpfeifer, Austernfischer, Bekassinen und heute sogar einen Dunklen Wasserläufer“, berichtet Barkow.

 

Die Hauptattraktion sind jedoch die Kampfläufer. Die Art ist als Brutvogel in Nordrhein-Westfalen ausgestorben. Die Männchen machen mit ihrem Prachtgefieder in einer gemeinschaftlichen „Balzarena“ auf sich aufmerksam und die Weibchen verpaaren sich dann mit den attraktivsten Männchen. „Im Stillen hegen wir ja die Hoffnung, dass der Kampfläufer bei uns wieder heimisch wird. Beispiele aus den Niederlanden und Niedersachsen zeigen, dass das mit geeigneten Schutzmaßnahmen möglich ist. In den letzten Jahren haben wir noch im Mai regelmäßig kleine Gruppen beobachten können. Vielleicht bleiben ja in diesem Jahr von den aktuell über 30 Vögeln ein paar hier“, hofft Barkow. „Dann ist es gar nicht mehr so abwegig, auch in NRW einmal wieder das wunderbare Naturschauspiel einer Gruppenbalz von Kampfläufer-Männchen beobachten zu können.“

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