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Das erste Kiebitz-Ei

20. März 2014: Der Wiesenvogelschützer Henk Klaassen aus Groesbeek hat heute sein erstes Kiebitzei in diesem Jahr gefunden, auf einer Winterfurche vom Milchviehbetrieb Derix im Dennenkamp (Groesbeek). Das Suchen der ersten Kiebitzeier des Jahres hat eine gewisse Tradition in den Niederlanden. Früher wurde das erste Ei der Königin geschenkt. Das landesweit erste Ei wurde bereits am 6. März gefunden.

 

Henk Klaassenmit Kiebitzei, Foto: A. Bakow

 

Seit vielen Jahren sucht Henk Klaassen Nester von Kiebitzen. Er arbeitet eng mit Landwirten zusammen und markiert die Niststellen mit Stöcken, damit die Landwirte die Bereiche bei der Feldarbeit aussparen. Henk Klaassen war 2012 Ehrenamtlicher des Jahres beim niederländischen Vogelschutzverein Verein SOVON.

 

Ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter der NABU-Naturschutzstation Niederrhein wollen in diesem Frühling die Kiebitzgelege auch in der Düffel schützen. Dadurch, dass die Äcker oft noch nach dem Anlegen der Nester von den Landwirten bearbeitet werden, schlüpfen fast keine Gelege. In ganz Nordrhein-Westfalen gehen vor allem deshalb die Brutbestände vom Kiebitz rapide zurück. Von den fast 400 Paaren zu Beginn der 1990er Jahre sind nach aktuellem Stand 2013 nur noch 130-140 Revierpaare in der Düffel geblieben."Es ist leider eine realistische Schätzung, dass die Bestände in diesem Jahr noch weiter einbrechen", prognostiziert Johan Thissen, Mitarbeiter der NABU-Naturschutzstation Niederrhein und zuständig für den Kiebitzschutz.

 

Noch sind die Kiebitze nicht vom Aussterben bedroht, aber es werden immer weniger. Der NABU möchte, dass Einwohner und Besucher der Düffel weiterhin Kiebitze bei deren Balzflügen sehen können. Das "kievit" soll auch in Zukunft noch laut durch die Landschaft schallen. Dabei gibt es viel versprechende Ansätze: "Kiebitzschutz kann prima im Rahmen produktionsintegrierter Maßnahmen funktionieren. Das ist das was von Seiten der Landwirtschaft immer gefordert wird. Wir wollen das machen, aber das geht nur gemeinsam." Die NABU-Naturschutzstation hat jetzt viele Landwirte über Kiebitzvorkommen auf ihren Flächen informiert und bittet Bauern, jetzt bei der Feldbestellung auf Kiebitzgelege auf den Feldern zu achten. Bei Verdachtsfällen bietet die NABU-Station Unterstützung an. "Wir kommen dann gerne raus, suchen und markieren das Gelege, damit der Landwirt das bei der Bewirtschaftung aussparen kann. Halt so, wie mein netter Kollege, der Henk aus den Niederlanden das macht", bietet Johan Thissen an. Für die deutschen Landwirte winkt dazu der Vorteil, dass die Mühen zum Schutz der Gelege über Mittel aus dem Vertragsnaturschutz auch noch über den Kreis entgolten werden können.

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