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Kiebitz im Sinkflug

10. April 2014: Bei einer Kiebitzzählung am 22. März wurden rund 100 Kiebitzpaare in der Düffel beobachtet. Die meisten Paare hatten schon Nester, doch nur die wenigsten werden in diesem Jahr auch Jungvögel großziehen. Grund hierfür ist, dass durch landwirtschaftliche Aktivitäten, das Pflügen, Eggen und die Einsaat, zurzeit fast alle Gelege auf Ackerstandorten zerstört werden.

 

Kiebitze mit Küken, Foto: Thorsten Krüger 

Bald ein seltenes Bild in der Düffel: Kiebitze mit Küken

 

„Auf den Äckern am Ortsrand von Kranenburg, in der Ecke Schwarze Steege – Bruchsche Straße, wurden 22 Kiebitzpaare, überwiegend schon mit Nestern, gezählt. Doch am 3. April wurden die Flächen gepflügt und dabei alle Gelege zerstört!“, berichtet Johan Thissen, Naturschutzreferent der NABU-Naturschutzstation Niederrhein fassungslos. Die NABU-Naturschutzstation Niederrhein hatte den Landwirten zu Beginn des Frühjahres angeboten, die Kiebitzgelege auf den Feldern zu suchen, damit sie bei der Bewirtschaftung ausgespart werden können. Doch dieses Angebot hatte der Vorsitzende der Kreisbauernschaft abgelehnt. „Nur ein Landwirt hat selber vor der Bearbeitung nach den Kiebitzen gesehen und tatsächlich zwei Nester gefunden und bei der Bewirtschaftung ausgespart. Die Kiebitze brüten dort auch heute noch – aber 20 andere leider nicht mehr.“

 

Hintergrund für das Angebot der NABU-Naturschutzstation Niederrhein ist die Beobachtung, dass nicht nur Uferschnepfe, Großer Brachvogel und Rotschenkel, sondern auch der Kiebitz immer seltener wird. „Der Kiebitz war eigentlich immer sehr häufig. Unter den Wiesenvögeln eine „Allerweltsart“. Jetzt ist der Kiebitzbestand am Niederrhein aber im Sinkflug“, so Thissen weiter. „Jedes Jahr finden wir weniger Brutpaare. Wenn wir ihnen keine Chance geben, erfolgreich zu brüten, ist es auch für diese Vogelart schnell zu spät, der noch vor wenigen Jahren hier sehr häufig war.“

 

Johan Thissen ist gespannt, wie viele der Landwirte die Kiebitznester schützen werden. Denn wenn Landwirtschaft und Naturschutz nicht bald zusammenarbeiten, um die letzten Kiebitze zu retten, dann wird es in drei bis vier Jahren fast keine brütenden Kiebitze in der Düffel mehr geben.

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