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Pressemitteilung: Saisonvorbereitungen dank der Freiwilligen abgeschlossen

25.03.2021 -Die Brutsaison hat begonnen und damit ist auch die Zeit für einen Großteil der Landschaftspflege wie den Rückschnitt von Gehölzen oder das Freischneiden von Gewässern in den Naturschutzgebieten vorbei. Wie jedes Jahr waren neben den Haupt- und Ehrenamtlichen der NABU-Naturschutzstation Niederrhein die Absolvent*innen des Freiwilligenjahres in den betreuten Gebieten aktiv. Highlight war eine Rettungsaktion der Krebsschere, einer deutschlandweit gefährdeten Wasserpflanze.

 

Normale Gartenarbeit startet meist, wenn es wieder wärmer wird. Im Naturschutz ist dies anders: Hier müssen bis Anfang März viele Arbeiten abgeschlossen sein, um die Tiere in der Brutsaison nicht zu stören. Klassische Aufgabe im Winter ist etwa das Freischneiden von Blänken und Senken, also kleiner flacher Wassertümpel. Pia Kraemer, eine Absolventin des Freiwilligen Ökologischen Jahres der Klever Biostation, erzählt: „Eine Kollegin hat uns erklärt, warum das wichtig ist: Die Wiesenvögel stochern im Ufermatsch nach Nahrung. Das können sie aber nur gefahrlos tun, wenn sie ihre Umgebung gut überblicken können. So können sie sich vor natürlichen Feinden rechtzeitig in Sicherheit bringen.“

 

Die Freiwilligen legten mit dem Freischneider unter anderem zugewachsene und zugewucherte Flächen in der Düffel, der Hetter und dem Kranenburger Bruch frei. „Am Anfang meines freiwilligenJahres hätte ich nicht gedacht, dass im Winter so viel zu tun ist und das auch noch hauptsächlich draußen“, erzählt Kraemer. Sie freut sich, dass die Wiesenvögel dort jetzt wieder bessere Bedingungen vorfinden.

 

Ihr persönlicher Höhepunkt der Wintersaison war eine Rettungsaktion der Krebsscheren, die auf der Roten Liste der gefährdeten Arten stehen. Um sich vor der Kälte im Winter zu schützen, sinken diese Pflanzen auf den Grund von Gewässern. „Deshalb bin ich mit meinem ‚Mitfreiwilligen‘ Florian in Wathosen und mit Harke ausgestattet in eine Blänke gestiegen und habe die Krebsscheren vom Boden abgesammelt. Wir standen bis über den Bauch im Wasser. Und es fühlte sich schon ganz schön eisig an“, erzählt Kraemer. „Aber es gab einen guten Grund dafür.“ Das Gewässer war über die Jahre immer mehr zugewachsen. Am Boden hatte sich eine dicke Schicht aus abgestorbenem Pflanzenmaterial angesammelt. Ohne Krebsscheren konnte die Blänke dann freigeschnitten und entschlammt werden. Das trägt zur ihrer Erhaltung und zur ökologischen Aufwertung bei.

 

Nach Beendigung der Maßnahme wurden die Krebsscheren wieder zurückgesetzt. „Rettungsaktion geglückt und etwas Spannendes über die Natur gelernt“, lacht Kraemer, deren FÖJ noch bis Ende Juli dauert. Und dann ergänzt sie noch: „Ich kann nur jedem empfehlen, nach der 10. oder 12. Klasse ein Freiwilligenjahr zu machen. Hier in der Station ist es besonders abwechslungsreich – Büroarbeit, Arbeit mit Kindern, Außeneinsätze, Social Media betreuen und alles, was noch so anfällt. Ab Sommer stehen wieder vier Plätze zur Verfügung.“

 

Interessent*innen für ein Freiwilligenjahr können sich unter 02821 713 988-0 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden.

 

Krebsscheren entnehmen NABU Rosenberg

Pia Kraemer beim Abfischen der Krebsscheren (Foto: Ronja Rosenberg)

 

 

 

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