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Ehrenamtliche Schutzgebietsbetreuende

Exkursionsleitung, Umweltbildung, Kartierungen und andere Freilandarbeiten – die Aufgaben der Schutzgebietsbetreuung sind vielfältig und sensibel. Ohne ehrenamtliches Engagement ließen sich diese Aufgaben nicht in einem zufriedenstellenden Maße aufrechterhalten. Deshalb wurden in einem Pilotprojekt ein Curriculum zur Ausbildung für Ehrenamtliche genau für solche Aufgaben entwickelt und zwei Mal durchgeführt. Im Projekt wurden insgesamt 37 ehrenamtliche Schutzgebietsbetreuende ausgebildet. Drei viertel der Ausgebildeten ist auch zwei und mehr Jahre nach Ende des Kursus für den Naturschutz aktiv, was zeigt, dass dieser Ansatz nachhaltig ist.

 

Nach den Kursen wurden die Informationen so aufbereitet, dass die Ausbilung auch andernorts von Biostationen in NRW durchgeführt werden kann. Das ist bereits erfolgt und weitere Ausbildungen sind geplant, so dass langfristig weitere Ehrenamtliche für die Arbeit in und mit der Natur gewonnen werden können.

 

Das Projekt ist seit Ende Januar 2019 abgeschlossen.

 

Broschüre über die Ehrenamtlichen und die Ausbildung

Wie die Ausbildung abläuft, was die Ehrenamtlichen alles für den Naturschutz tun und was sie motiviert, beschreibt ausführlich unsere Broschüre: "Ehrenamtliche Schutzgebietsbetreuung in NRW".

 

Ausbildung zum ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuenden 

In der Ausbildung wurde Basis- und Hintergrundwissen zu den verschiedensten Naturschutzthemen vermittelt. In einem theoretischen Kurs wurden den Teilnehmenden erste Inhalte zu diversen Naturschutzthemen vermittelt. Im anschließenden Praxisteil befassten die Ehrenamtlichen sich konkret mit einem Schutzgebiet und Inhalten ihrer eigenen Interessen und Stärken.

 

Die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen, die Natur- und Umweltschutzakademie Nordrhein-Westfalen und der Landschaftsverband Rheinland förderten die Entwicklung und Erprobung dieses Schulungsprogramms für Naturfreunde.

 

Landesweite Ehrenamtliche Schutzgebietsbetreuung in NRW
Ergänzend zu der Ausbildung von qualifizierten ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuenden vor Ort diente das Projekt der Entwicklung eines allgemeingültigen Leitkonzeptes, das von anderen Biologische Stationen genutzt werden kann. Das Konzept wurde inzwischen bereits in der Praxis eingesetzt.

 

Die Entwicklung eines landesweiten Konzeptes für die ehrenamtliche Schutzgebietsbetreuung in NRW wurde von der NRW-Stiftung für Naturschutz und Heimat gefördert.

 

Hintergrund

Die zahlreichen Schutzgebiete in NRW beherbergen seltene Lebensräume, sind Rückzugsort für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und Erholungsgebiet für Naturliebhaber. Für ihren Schutz sind vielerorts die Biologischen Stationen zuständig. Sie übernehmen Aufgaben der Schutzgebietsbetreuung, des Vertragsnaturschutzes, der praktischen Maßnahmendurchführung sowie der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit und sammeln wichtige Daten für die Erstellung von Maßnahmenkonzepten in den betreuten Schutzgebieten. Im Auftrag des Landes NRW werden von Biologischen Stationen auch Daten und Berichte im Zuge nationaler und europäischer Naturschutzrichtlinien erfasst und erarbeitet. Es gibt rund 40 Biologische Stationen in NRW, welche meist in den 1980er und 1990er aus dem Ehrenamt entstanden sind und sich mittlerweile professionalisiert haben. Das war ein wichtiger Schritt für den Natur- und Artenschutz, das ehrenamtliche Engagement ging damit aber leider immer mehr zurück. Dies hinterlässt an vielen Orten spürbare Lücken. Viele Biologische Stationen vermissen das ehrenamtliche Engagement und wünschen sich wieder die Unterstützung, die es früher einmal gab. Deshalb hatten wir dieses Projekt ins Leben gerufen.

Ausbildung anbieten

Im Rahmen des Projektes in ein StartUp-Paket entstanden mit Hintergrundinformationen und Handreichung zur Durchführung der Ausbildung. Naturschutzfachliche Organisationen, die eine Ausbildung zur Ehernamtlichen Schutzgebietsbetreuung durchführen wollen, können das Paket unter info@nabu-naturschutzstation anfordern.

 

Broschüre zur ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuung

Infos zu weiteren Ausbildungen

Unser Projekt ist seit Anfang 2019 abgeschlossen. Es geht aber weiter: Nachdem 2018 die NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln den dritten Ausbildungsgang durchgeführt hat, setzt die die Biologische Station Haus Bürgel 2019 eine vergleichbare Ausbildung durch.

 

Über weitere Ausbildungen informiert der Dachverband der Biologischen Stationen.

 

 

Sponsoren

Ausbildung zum ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuenden in Kranenburg

 

 

 

 

 

Landesweite Ehrenamtliche Schutzgebietsbetreuung in NRW

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