memorie schutzgebiete dueffel

Aktuelles aus der Düffel

25. Oktober 2018: Wildgänse in der Düffel und im WDR-Fernsehen

Die Rastvogelkartierung in der Düffel am vergangenen Mittwoch zeigte, dass immer mehr Wildgänse am Niederrhein ankommen. Vor allem viele Zugbewegungen konnten dokumentiert werden. Auch die Presse bemerkte das Zuggeschehen am Himmel und so beehrte uns noch am gleichen Tag ein Filmteam des WDR. Es wurden Aufnahmen von den ersten ankommenden Blässgänsen im Naturschutzgebiet Düffel gemacht. Dazu stand Mona Kuhnigk, Gebietsbetreuerin der NABU-Naturschutzstation, in einem Interview Rede und Antwort: Wo kommen die arktischen Wildgänse her? Wo fliegen sie hin? Welchen Einfluss hatten bzw. haben der trockene Sommer und der milde Herbst auf das Zugverhalten der Gänse? Worin unterscheidet sich der Zug der Gänse von dem der Kraniche?

Zu sehen ist der kurze Clip in der Mediathek des WDR-Fernsehens (verfügbar bis zum 31.10.2018).

 

 

Die ersten Blässgänse kommen an...

 

... und lassen sich in der Düffel und anderen Gebieten am Niederrhein nieder (Fotos: Thomas Chrobock/NABU).

 

15. November 2016: Nächster Halt: Düffel. Alle Rastvögel bitte aussteigen.

Die Rastvogelzählungen in der Düffel haben wieder begonnen! Die Erfassung der durchziehenden und rastenden Vogelarten erfolgt alle 2 Wochen von Oktober bis März. Bei den Zählungen im Oktober wurden neben den ersten arktischen Wildgänsen, die zum Überwintern an den Niederrhein kommen, u.a. auch Trupps von Pfeifenten und Krickenten beobachtet, die auf ihrem Zug nach SW-Europa bzw. Nordafrika Rast in der Düffel machen. 

 

Zahlenmäßig am häufigsten ist die Blässgans mit derzeit knapp 1400 Individuen im Zählgebiet vertreten. Aber in den großen Gänsetrupps sind auch bereits einzelne Saatgänse zu finden. Zusätzlich konnte eine erste Weißwangengans  gesichtet werden. Zudem gesellen sich die ganzjährig anwesenden Graugänse, Kanadagänse und Nilgänse zu den anderen Gänsen hinzu.

 

Des Weiteren wurden Gruppen von Kiebitzen mit 20 -  30 Individuen, 2 Bekassinen sowie einige Feldlerchen und Wiesenpieper beobachtet.

 

Graureiher, Silberreiher, Mäusebussard, Lachmöwe usw. sind Arten die standardmäßig in kleineren Anzahlen bei den Zählungen erfasst werden.

 

Als kleines Highlight konnte dann schlißelich noch ein Goldregenpfeifer beobachtet werden. Sein auffälliger melancholicher Ruf erklang überfliegend in den Kleyen. Wir sind weiterhin auf die kommenden Rastvogelzählungen gespannt und werden bald wieder berichten.

 

 Goldregenpfeifer. Foto: Jürgen Ruddek

 

16. Juni 2015 Säume als wichtiger Lebensraum

Auch wenn in der Hetter und in der Düffel nun schon viele Flächen gemäht worden sind, viele Singvögel wie Feldlerche, Schwarzkehlchen, Wiesenpieper und Schafstelze machen noch eine zweite Brut auf den Flächen oder füttern ihre Jungvögel. Um diesen Vogelarten Lebensraum zu geben, lassen die Landwirte auf den von der NABU-Naturschutzstation betreuten Landes- und Stiftungflächen Säume als Randstreifen stehen. Dort bleiben Gräser und Blütenpflanzen erhalten. Darin finden Singvögel Rückzugsräume, Nistplätze und Nahrung. Die fast flügge Schafstelze ist hier auch gut getarnt und wird noch etwa eine Woche lang von den Altvögeln gefüttert.

16. Januar 2015 Neue Niströhren für Steinkäuze

Auf einer Streuobstwiese haben wir am Wochenende Niströhren für Steinkäuze aufgehangen. Vor einigen Tagen haben die kleinen Eulen hier mit ihren Revierrufen begonnen. Wir sind gespannt, ob ein Paar einzieht!

11. September 2014 Erfreuliche Begegnung: Rebhühner in der Düffel

Bei einer Begehung des Naturschutzgebietes konnten wir gestern in der Nähe von Mehr neun Rebhühner bei der Nahrungssuche auf einer Wiese beobachten.

Rebhhner-9 nrdlich-Mehr 60421

Es handelt sich dabei wahrscheinlich um eine Familie mit zwei Altvögeln und sieben, bereits flugfähigen Jungen. Solche Familienverbände (der Jäger nennt solche Verbände „Ketten“) sieht man leider nur noch selten, denn viele Rebhühner überleben schon die Kükenzeit wegen Nahrungsmangel nicht oder fallen Fuchs, Bussard oder anderen Beutegreifern zum Opfer. Vor allem in ausgeräumten, einförmigen Landschaften mit Äckern ohne Säumen oder auf kurz gemähten, strukturarmen Wiesen haben die Hühner wenig Möglichkeiten, sich vor ihren Jägern zu verstecken. Eine extensive Nutzung des Grünlandes, zum Beispiel durch Beweidung mit geringer Viehdichte, das Belassen von Ackerbrachen und die Einsaat mit Winterraps oder -senf kommt den Hühnern daher sehr entgegen und hilft, den kommenden Winter zu überleben.

7. Mai 2014 Junge Kiebitze auf Landesflächen geschlüpft

Auf den landeseigenen Naturschutzflächen, die dieses Jahr in Grünland umgewandelt werden sollen, sind erfreulich viele Kiebitzküken geschlüpft. Auf der Fläche wurden vier Kiebitznester markiert und zum Teil mit automatisch fotografierenden Wildkameras unter Beobachtung genommen. Aus drei Nestern sind erfolgreich Küken geschlüpft. Ob sie die ersten gefährlichen Tage überleben und zu flüggen Kiebitzen heranwachsen werden, kann man nicht mit Sicherheit sagen. Denn die Nestflüchter sind ziemlich mobil und können die Brutflächen mit ihren Eltern schnell verlassen. Auch die Kiebitzfamilie auf dem Foto hat das übrigens so gemacht: Das Nest lag auf einer Ackerfläche und die Altvögel haben die kleinen Küken auf bereits gemähtes Grünland geführt.

Kiebitz fhrt Kken Dffel DDoer 2014-04-24 web

Dass das vierte Kiebitznest auf der Landesfläche von einem Fuchs ausgenommen wurde, ist dagegen dank Wildkamera sicher. Denn die nächtlichen Infrarot-Aufnahmen zeigen eindeutig einen Fuchs auf dem Weg zum Nest. In diesem Jahr und den folgenden Brutsaisons soll mithilfe dieser Technik untersucht werden, welches Risiko die Nester von Wiesenbrütern haben, dass sie ausgeraubt werden und welche Tierarten das machen. Dann können in der Folge passende Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

25. März 2014 Zwergschnepfen in der Düffel beobachtet

Bei der ersten Brutvogelbegehung der Saison wurden an einem Naturschutzgewässer auf Landesflächen in der Düffel zwei Zwergschnepfen beobachtet.

Zwergschnepfe rastet in der Düffel

Diese seltenen Gäste brüten von Skandinavien bis Sibirien und ziehen von ihren südlichen Überwinterungsgebieten auf breiter Front durch Mitteleuropa. Da sie aber in abgelegenen Feuchtgebieten rasten und sich heimlich verhalten, bekommt man sie nur sehr selten zu Gesicht bzw. gar vor die Kameralinse. Am Boden und im seichten Wasser in der Vegetation rastend, verlässt sich die Zwergschnepfe auf ihre gute Tarnung und fliegt meist erst kurz vor den Füßen des Beobachters auf.

Rastlebensraum Zwergschnepfe Düffel

Auf dem zweiten Foto sieht man einen typischen Rastlebensraum der Zwergschnepfe in der Düffel. An diesem vor etwa 15 Jahren angelegten Naturschutzgewässer werden fast alljährlich die seltenen Durchzügler nachgewiesen. Die meisten Beobachtungen gelangen in den vergangenen Jahren im Frühjahr von Ende März bis Anfang Mai, aber einzelne Zwergschnepfen wurden auch im Herbst beobachtet. Doch selbst im Winter ist mit Zwergschnepfen zu rechnen, da Mitteleuropa zum Überwinterungsgebiet des Schnepfenvogels zählt.

12. Dezember 2013 Senken auf Landesflächen angelegt

In diesem Herbst wurden vorbereitende Maßnahmen zur Umwandlung von Maisackerflächen in naturschutzgerecht bewirtschaftetes Grünland durchgeführt. Auf landeseigenen Naturschutzflächen in der Düffel wurden Senken angelegt, um im Frühjahr länger feuchte Flächen bereitzustellen. Diese sind wichtig für hochgradig gefährdete Wiesenvogelarten wie Uferschnepfe oder Großen Brachvogel. Finanziert wurden die wichtigen Naturschutzmaßnahmen vom Land und der EU mit Mitteln aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums.

Im nächsten Jahr wird dann eine spezielle Grünland-Saatmischung eingesät. In Streifen wird auch frisches Mahdgut von einer lange wiesenvogelgerecht genutzten Grünland-Naturschutzfläche übertragen. So kann die Umstellung von einem monotonen Acker in eine blütenreiche Grünlandfläche hoffentlich beschleunigt werden. Die Fläche wird zukünftig von demselben Pächter weiter genutzt und wiesenvogelgerecht bewirtschaftet. Wollen wir hoffen, dass wir uns dann in den nächsten Jahren an balzenden Uferschnepfen, Großen Brachvögeln und Kiebitzen erfreuen können.

Senkenanlage Düffel LF A Barkow web

4. November 2013 Baumaßnahmen in der Düffel

In der Düffel rollen die Bagger. Auf den Naturschutzflächen des Landes wird gearbeitet. Eine große Ackerfläche wird wieder zu Grünland entwickelt. Um für Wiesenvögel feuchte Senken zu erhalten, wird auch das Bodenrelief an einigen Stellen naturnah gestaltet.

 

 

Anfallender Boden wird abgefahren und ortsnah für eine Baumaßnahme auf einem Bauernhof verwendet. Der Auftragnehmer ist bemüht, die Feldwege und Straßen sauber zu halten. Bei dennoch auftretenden Unannehmlichkeiten bittet die NABU-Naturschutzstation Niederrhein um ihr Verständnis. Wir hoffen, dass die Flugspiele und Rufe der balzenden Kiebitze im nächsten April dann eine angenehme Entschädigung sind.

15. Juni 2013 "Kleine" Brachvögel geschlüpft!

Auf zwei landeseigenen Naturschutzflächen in der Düffel sind Küken des Großen Brachvogels geschlüpft. Das ist eine gute Neuigkeit, denn in diesem Jahr sieht es in der gesamten Düffel sehr ungünstig für Wiesenbrüter wie Brachvogel und Uferschnepfe aus.

 

Brachvogelküken, Foto: Daniel Doer

 

Nach den schwierigen Witterungsbedingungen mit erst zu kalten und dann zu trockenen Bedingungen sind aus vielen Gelegen erst gar keine Jungvögel geschlüpft. Jetzt müssen die Brachvogel-Küken auf den Landesflächen noch die nächsten gefährlichen Wochen überstehen und flügge werden. Die Chancen dazu stehen auf den Naturschutzflächen deutlich besser als in der umgebenden Landschaft. Denn diese schon viele Jahre wiesenvogelgerecht genutzten Flächen sind blüten- und artenreich. Hier finden die Küken ausreichend Nahrung und Deckung vor Feinden. Außerdem werden diese Flächen so lange nicht gemäht, bis die Jungvögel fliegen können. Nur wenn die Küken flügge werden, haben die Wiesenbrüter einen kompletten Bruterfolg. Das hat ein Kiebitzpaar an dem benachbarten Naturschutzgewässer schon fast erreicht. Hier konnte der Schutzgebietsbetreuer Daniel Doer einen fast flugfähigen Jungvogel beobachten. Auch diese Einzelbeobachtung ist bei der zunehmend schwierigen Lage der Kiebitze in unserer Region bereits erfreulich. Einen Bruterfolg, der zum langfristigen Bestandserhalt der gefährdeten Art ausreicht, stellt es aber natürlich nicht dar.

28. März 2013 Wildschweine in der Düffel beobachtet

Bei der heutigen Brutvogelerfassung wurden auf Landesflächen in der Düffel drei Wildschweine beobachtet. "Das waren die ersten Wildschweine, die ich seit neun Jahren Tätigkeit als Schutzgebietsbetreuer in der Niederung sehen konnte", zeigt sich Daniel Doer erfreut. Obwohl das Offenland in der Düffel auch als Lebensraum geeignet wäre, werden Wildschweine außerhalb der Vorkommensgebiete in Wäldern meist nicht lange geduldet und bald abgeschossen.

 

Wildschwein Düffel 2013-03-28 klein

21. März 2013 Beginn der Brutvogelerfassung im Schnee

Dieses Jahr fand die erste Begehung der Brutvogel-Kartiersaison im Schnee und bei Minusgraden statt. Der ungewöhnlich lange Winter und der kalte März ließen sich auch in der Vogelwelt beobachten. So waren einige frühe Zugvögel wie das Schwarzkehlchen (in normalen Jahren z.T. schon im Februar wieder da oder sogar in der Düffel überwinternd) oder der Zilpzalp erst in einzelnen Individuen und noch nicht singend festzustellen. Dafür gab es noch einige Durchzügler und Wintergäste der Vogelwelt zu sehen. Neben den üblichen Wintervögeln wie Bläss- und Weißwangengans waren zum Beispiel ungewöhnlich viele Goldregenpfeifer zu beobachten. Dieser früher in der Düffel häufig und regelmäßig auftauchende Gastvogel ist in den letzten Jahren immer seltener zu sehen. Aber in diesem Frühjahr waren - auch bei den Rastvogelerfassungen im Projekt "Grünland für Wiesenvögel" - erfreulicherweise wieder mehr Vögel dieser nordischen Watvogelart zu beobachten.

 

06. Dezember 2012 Skudden beweiden Gewässerufer

Skudden, eine alte ostpreußische Schafsrasse, werden vom Verein Landschaftspflege im Kreis Kleve e.V. zur Beweidung von Gewässerufern eingesetzt. Hier sind die Schafe am verschneiten Nikolaustag an der Ostblänke zu sehen. Wegen der Zaunbauarbeiten wurde die Beweidung hier dieses Jahr später gestartet, aber die robusten Schafe kommen auch mit dem Schnee ganz gut zurecht.

 

Skudden Ostblänke M Fiebrich 2012-12-06 klein

31. Oktober 2012 Zaunbau an Naturschutzblänken

Als Maßnahme der Landschaftspflege wurde von einem Lohnunternehmer ein neuer Zaun an einem älteren Naturschutzgewässer, der so genannten Ostblänke, gebaut. So kann hier in Zukunft die Beweidung der Gewässerufer mit Schafen und die Bewirtschaftung der umliegenden Flächen durch Landwirte besser gleichzeitig durchgeführt werden.

Zaunbau Ostblänke D Doer 2012-10-31 klein

10. August 2012 Weißstörche auf dem Durchzug

Auch in diesem Sommer lassen sich wieder größere Anzahlen von Weißstörchen - zum Teil Brutvögel der Umgebung und zum Teil Durchzügler - in der Düffel beobachten. Auf diesem Bild sind zwei Weißstörche zu sehen, die auf einer frisch gemähten Wiese nach Nahrung suchen. Es ist eine sehr erfreuliche Entwicklung, dass in den letzten Jahren nach der Brutzeit regelmäßig viele Weißstörche in unserer Region zu sehen sind.

 

Weißstörche Düffel D Doer 2012-08-10 klein

Gebietsbetreuung

Mona Kuhnigk

 

E-Mail:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Telefon: 02826-91876-119