memorie Schutzgebiet EW

Aktuelles aus der Emmericher Ward

Schutzgebietsbetreuer Klaus Markgraf-Maué berichtet hier von Ereignissen, Beobachtungen und Schutzmaßnahmen in der Emmericher Ward. Aktuelle Informationen, vor allem zur neu angelegten Nebenrinne finden sich vor allem auf der Homepage des LIFE-Projekts Fluss und Aue Emmericher Ward.

 

September 2016: Auftakt für EU-LIFE-Projekt

Am 10. September war es soweit: die offizielle Auftaktveranstaltung für unser EU-LIFE-Projekt "Fluss- und Auenoptimierung Emmericher Ward" fand bei herrlichem Sommerwetter in Hüthum und in der Emmericher Ward statt. Näheres dazu findet sich auf der Homepage des Projektes: www.life-rhein-emmerich.de.

 

10. November 2015 Amphibienbagger sorgt für offene Wasserfläche

Um den offenen Charakter des westlichsten Rheinaltwassers in der Emmericher Ward aufrecht zu erhalten, wurden durch einen schwimmfähigen Bagger die zahlreich vorhandenen Weiden entfernt. Das Gewässer war so sehr von Weiden bewachsen, dass es vom Ostufer betrachtet nicht mehr ohne weiteres als Wasserfläche erkannt werden konnte:

Offene Gewässer sind jedoch ein wichtiger Lebensraum für seltene Brutvögel wie Schnatterente und Knäkente oder Rastvögel wie Krickente, Spießente und Pfeifente. Amphibien wie der Kammmolch profitieren ebenso von der Maßnahme wie der Bitterling, eine typische kleine Fischart der Altwasser. Diese Maßnahme folgt einem Zonierungskonzept: Im Osten des 310 Hektar großen Naturschutzgebietes Emmericher Ward ist die Entwicklung von Auenwald in Verbindung mit einer Rhein-Nebenrinne vorgesehen. Im westlichen Teil des Gebietes konzentrieren sich die Lebensräume und Arten der von Grünland und Gewässern geprägten offenen Auenlandschaft. Um ein Versinken in dem tiefen Schlamm zu verhindern, konnte die Maßnahme nur mit einem speziellen Amphibienbagger durchgeführt werden, der an Land fahren kann und im Wasser schwimmen.

Das Resultat kann sich sehen lassen:

 

7. Juli 2015 Studenten besuchen Projektgebiet

Am 01. Juli führte Naturschutzreferent Christian Langner Studenten der Landschaftsökologie der Westfälischen Universität Münster durch die Emmericher Ward und informierte über das Life Projekt. Er erläuterte, wie hier zukünftig die ursprünglichen Lebensräume mit ihren typischen Bewohnern wiederhergestellt und gefördert werden sollen. Ein Highlight waren die duftenden Blüten des Baldrians, der typisch ist für den Ziel-Lebensraum "Feuchte Hochstaudenfluren".

20. Oktober 2012 Arbeitseinsatz "Anpacken für den Wiesensalbei"

Sechs Ehrenamtliche packten an und sicherten dem Wiesensalbei einen Platz an der Sonne. Gehölze wurden zurückgeschnitten, ein weiterer Abschnitt der Sandrasen auf dem trocken-warmen Rheinhochufer freigestellt. Zusammen mit dem Salbei profitieren zahlreiche seltene Pflanzen- und Insektenarten von der Maßnahme.