Gewässer

Sauberes Wasser in ausreichender Menge ist eine der wichtigsten Lebensgrundlagen für Mensch und Natur. Mit der EU-Wasserrahmenrichtlinie (in lang heißt die: Europäische Richtlinie 2000/60/EG zur Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich der Wasserpolitik) wurde auf europäischer Ebene eine gesetzliche Grundlage geschaffen, um in den Mitgliedsstaaten Mindeststandards bei der Wasserqualität und -menge des Grundwassers und der Oberflächengewässer zu sichern. Hierbei ist das Ziel, bis 2027 einen mindestens „guten ökologischen und chemischen Zustand oder Potential“ aller Wasserkörper zu erreichen. Leider ist unter anderen Deutschland noch weit von diesem Ziel entfernt: Laut dem aktuellen Zwischenbericht der Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser haben nach 20 Jahren nur weniger als zehn Prozent der Oberflächengewässer in Deutschland dieses Ziel erreicht.

 

Wir setzen uns mit unserer Arbeit seit langem für den Gewässerschutz ein. Die Umsetzung der Wasserrahmen- und auch der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie sind wichtige Grundlagen für den Schutz der Natur und der Verbesserung des derzeitigen Zustands. Die dichtbesiedelte Region des Niederrheins, der zudem noch die meistbefahrene Wasserstraße Europas ist (mit ca. 200.000 Schiffsbewegungen pro Jahr und ihren negativen Auswirkungen auf die Natur), stellt hier besondere Anforderungen dar. Die Arbeit in unseren rheinnahen Betreuungsgebieten (NSG Emmericher Ward, NSG Die Moiedtjes, NSG Rindernsche Kolke) und unsere drei großen EU-Life-Projekte am Rhein zeigen, dass es möglich ist, große Naturschutzmaßnahmen am Rhein im Spannungsfeld von Naturschutz, Landwirtschaft und Schifffahrt im Dialog mit allen Beteiligten erfolgreich umzusetzen.