KlimaWeiden – Mit der Landwirtschaft zu Artenschutz und Klimaresilienz

Worum geht es?

Der Klimawandel erfordert umfassende Anpassungen. Um die deutschen Klimaziele bis 2045 zu erreichen, müssen die Treibhausgasemissionen deutlich reduziert werden. Die Landwirtschaft spielt dabei eine wichtige Rolle, da sie sowohl Emissionen verursacht als auch stark von den Folgen des Klimawandels, insbesondere Wetterextremen, betroffen ist.

Das Projekt „KlimaWeiden“ entwickelt gemeinsam mit landwirtschaftlichen Betrieben, der Hochschule Rhein-Waal und weiteren Partnern Konzepte für eine nachhaltige Bewirtschaftung wiedervernässter Flächen. Ziel ist es, Biodiversität zu fördern, Treibhausgasemissionen zu senken und gleichzeitig die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Betriebe zu sichern. Der Fokus liegt auf dem Nordwestdeutschen Tiefland, insbesondere der von Milch- und Rinderhaltung geprägten Region Düffel.

 

 

 

Die Aufgabenbereiche

Böden stärken

durchgeführt wurden:

  • Expertenworkshops
  • Hydrologische Gutachten
  • Bodenproben

Landwirtschaft schützt das Klima

durchgeführt wurden:

  • Expertenworkshops
  • Experteninterviews

Regionale Wertschöpfung

Umweltbildung und Wissenstransfer

Anstehende Ereignisse

25.06.2026

Vortrag beim Vernetzungstreffen der Fördermaßnahmen DAS, ANK-DAS und AnpaSo der ZUG

Höfetage

weitere Infos folgen

11.09.2026

Vorstellung des Projekts bei der Fachtagung „Naturnahe Beweidung als Schlüssel für die Artenvielfalt“ des NABU NRW

Abschlussveranstaltung

weitere Infos folgen

Warum ist das Projekt wichtig?

Der landwirtschaftliche Sektor ist zum einen besonders anfällig für die Folgen des Klimawandels, andererseits jedoch auch Verursacher von Treibhausgasemissionen . Durch eine fortschreitende Austrocknung der Böden, sinkende Grundwasserstände und häufigere Wetterextreme stehen Landwirte vor großen Herausforderungen. Das Projekt entwickelt und erprobt nachhaltige Bewirtschaftungsmethoden, um landwirtschaftliche Flächen widerstandsfähiger zu machen und gleichzeitig zur Reduzierung der Klimabelastung beizutragen.

Im Speziellen werden modellhaft Strategien zur Bewirtschaftung wiedervernässter Mineralböden des niederrheinischen Tieflands entwickelt, um:

  • in größerem Umfang CO₂ zu speichern,
  • freigesetzte Treibhausgase wie Methan und Lachgas zu minimieren,
  • die Wasserretention sowie die Wasseraufnahme- und -speicherkapazität des Bodens zu verbessern,
  • artenreiches Feuchtgrünland mit seinem Habitat-typischen Arteninventar wiederherzustellen und langfristig zu sichern.

Mineralböden stellen den größten Anteil der landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland dar und bieten großes Potenzial für eine nachhaltige Bewirtschaftungsstrategie. Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines bodenschonenden Bewirtschaftungskonzeptes, das die Bodenverdichtung minimiert und den Kohlenstoff- sowie Wasserhaushalt der Böden verbessert. Hierbei werden unter anderem innovative Mahd- und Erntetechniken geprüft, um den Bodendruck und die damit einhergehende Bodenverdichtung, zu reduzieren, ohne dabei durch die vorgenommenen Anpassungen in der Bodenbearbeitung vermehrt Lachgas – eines der klimaschädlichsten Treibhausgase – freizusetzen. Eine angepasste Bewirtschaftung soll nicht nur die Resilienz gegenüber Klimafolgen wie Starkregen, Dürre und Hitze steigern, sondern auch zur langfristigen Sicherung von Erträgen und landwirtschaftlicher Nutzbarkeit der Flächen beitragen.

 

Wer finanziert und unterstützt das Projekt?