Aktuelles aus der Hetter

Schutzgebietsbetreuerin Susanne Klostermann berichtet hier von Ereignissen, Beobachtungen und Schutzmaßnahmen aus der Hetter und dem Millinger Bruch.

 

16. März 2016 Flächen tiptop vorbereitet für die Rückkehr der Uferschnepfen

Bereits Ende Januar hatten die Teilnehmer unseres neuen Ausbildungslehrgangs „Ehrenamtliche Schutzgebietsbetreuung“ ihren ersten Landschaftspflegeeinsatz in der Hetter und haben damit begonnen, die Blänken dort per Hand und Freischneider von Binsen zu befreien. Inzwischen haben sie drei weitere Arbeitseinsätze absolviert und die Binsen jetzt auf insgesamt satten 10 Hektar entfernt. Eine beachtliche Leistung! Außerdem haben sie Hochstauden unter Weidezäunen geschnitten. Damit sind die Flächen jetzt perfekt vorbereitet für die Ankunft der Uferschnepfen aus ihren Überwinterungsgebieten.

Auch Schutzgebietsbetreuerin Susanne Klostermann half tatkräftig mit:

22. Januar 2016 35 Kraniche machen Rast in der Hetter

Etwa 35 Kraniche rasten momentan in der Hetter. Die Teilnehmer unseres neuen Ausbildungslehrgangs „Ehrenamtliche Schutzgebietsbetreuung“ hatten gerade ihren ersten Landschaftspflegeeinsatz auf den Blänken und haben nicht schlecht gestaunt, als sich die Vögel plötzlich in so großer Anzahl in direkter Nähe einfanden.

 

Naturfotograf Torsten Kamke hat sie in der Morgenstimmung in eindrucksvollen Bildern festgehalten.

 

1. Dezember 2015 Die Hetter wird für den Frühling vorbereitet

Während wir die kurzen und kühlen Tage am Niederrhein verbringen, lassen es sich die Uferschnepfen im Süden gutgehen. Zurzeit befinden sich die Königinnen der Wiesen in ihren Überwinterungsgebieten Spanien, Portugal und Westafrika.

Mittels Telemetrie (Fernmessung) kann man mittlerweile die Zugwege dieser Langstreckenzieher nachverfolgen. Hierzu wurden Uferschnepfen mit Netzen gefangen und mit einem Sender auf dem Rücken versehen. Evoa ist eine von fast fünfzig besenderten Uferschnepfen. Sie befindet sich zurzeit am Mündungsdelta in Guinea-Bissau und wird ihren Rückflug in ihr Brutgebiet erst im Februar oder März starten.

Die Staue werden geschlossen

Um den Uferschnepfen optimale Bedingungen bei ihrer Ankunft in unseren Brutgebieten wie der Hetter zu schaffen, wurden jetzt alle 14 Staue in den Gräben des Großen Hetterbogens geschlossen. Diese bewirken, dass das Wasser nicht aus den Gräben abfließt und sich so auf den extensiv genutzten Grünlandflächen verteilt. So sind die Wiesen auch bei der Ankunft der Uferschnepfen im März schön nass und feucht, so wie Wiesenvögel es lieben und zur Brut brauchen.

25. September 2015 Die Hetter bekommt Zuwachs

Ende 2014 haben wir rund 25 Hektar Grünland nördlich des Mettmeers, die südlich der A 3 unterhalb des Naturschutzgebietes Hetter-Millinger Bruch im Vogelschutzgebiet „Unterer Niederrhein“ liegen, angekauft. Im Rahmen von Kompensationsmaßnahmen der Stadt Emmerich, begleitet durch das Naturschutzzentrum im Kreis Kleve, wurden dort Maisäcker in extensives Grünland umgewandelt und bereits eine Blänke angelegt, die schon jetzt viele Wiesen- und Wasservögel anzieht. In den letzten Jahren brüteten dort Kiebitze, aber auch ein Rotschenkelpaar und seit 2015 auch der Große Brachvogel. Dieser Erfolg zeigt das Potential des Gebietes für den Wiesenvogelschutz. Deshalb wurden im Juni 2015 zwei weitere flache Senken angelegt und das nordwestliche Ufer am Abgrabungssee abgeflacht. Ziel der Maßnahmen ist die Schaffung neuen Lebensraumes für gefährdete Wiesenvögel wie Uferschnepfe und Rotschenkel.

12. Dezember 2014 Großer Storchtrupp überwintert in der Hetter

 

Ein außergewöhnliches Phänomen ist zurzeit auf den feuchten Wiesen rund um das Naturschutzgebiet zu beobachten: 15-20 Störche haben im August den Absprung nach Afrika verpasst und halten sich noch immer hier auf. Eines der Paare nutzt sogar das Storchennest auf dem Feldkampshof regelmäßig als Schlafplatz. Dass ein solch großer Trupp Störche nicht in den Süden zieht, wurde in der Hetter bisher noch nie beobachtet. Ein Grund dafür könnte das große Mäuseangebot in diesem Jahr sein, das den Störchen nach den ergiebigen Regenfällen im Sommer einen reich gedeckten Tisch bescherte. So bestand für sie offenbar kein Grund, die weite Reise anzutreten. Denn wenn das Nahrungsangebot stimmt, sind Störche durchaus in der Lage, hier zu überwintern.

05. September 2014 Uferschnepfenbestand stabilisierte sich auch 2014

So ermittelten die Kartierer in der vergangenen Brutsaison 41 Brutreviere der Charakterart niederrheinischer Feuchtwiesen in der Hetter.Uferschnepfe-Hetter-Ausschnitt-web

03. September 2014 Weißstörche machen Rast in der Hetter

Weistorch-HP

Zurzeit können in der Hetter viele Weißstörche beobachtet werden. Die charakteristischen Wiesenvögel machen hier Rast auf ihrem Zugweg in den Süden. In jüngster Zeit waren im Naturschutzgebiet regelmäßig zwischen 15 und 30 Tieren zu sehen. Bevor sie sich in den nächsten Tagen auf den Weg nach Süden machen, finden sie auf den überschwemmten Wiesen und Weiden der Hetter nach den ergiebigen Regenfällen der letzten Wochen einen reich gedeckten Tisch. Denn Mäuse und Maulwürfe werden durch den hohen Grundwasserstand, der z.T. bis über Flur steht, an die Oberfläche getrieben. Den weißen Rastvögeln gefällt es sichtlich. Auch für Frösche ist die Hetter zurzeit ein Paradies, da in vielen Geländevertiefungen Oberflächenwasser steht, das nicht versickern kann. Auf den Naturschutzflächen verhindert die aktuelle Situation jedoch die 2. Mahd.

09. Dezember 2013 Wintergäste in der Hetter

Die arktischen Wildgänse fühlen sich in der Hetter nach Durchführung  der Bauarbeiten sichtlich wohl. In den letzten Tagen wurden -vergleichsweise ungewöhnlich früh in der Saison- mehrere Tausend Bläßgänse im östlichen Großen Hetterbogen beobachtet. Auch einige Silberreiher lassen sich dort zur Zeit immer gut beobachten. Zum Teil mischen diese sich unter´s Gänsevolk.

07. Juni 2013 Die Feuchtwiesen blühen

Hetterwiesen im Juni

Die Naturschutz-Feuchtwiesen in der Hetter beeindrucken momentan mit rosa-roter Pracht - die Kuckuckslichtnelken stehen in voller Blüte! Dieser auch am Niederrhein selten gewordene Anblick belegt die Bedeutung der Feuchtwiesen in der Hetter.
In den rosa-rot überzogenen Wiesen tummeln sich gerade die jungen Watvogelküken. Sie sammeln dort kleine Insekten und Spinnen von den Blüten. Dabei werden sie scharf bewacht von ihren laut und intensiv warnenden Eltern.

08. März 2013 Erste Uferschnepfen angekommen

Alle (Wiesen)-vögel sind schon da! Na ja, fast alle: heute kamen pünktlich die ersten Uferschnepfen an -  sechs an der Zahl. Die Bekassine ist im Gebiet, der Große Brachvogel und der Kiebitz sind schon seit Februar da und beginnen in der Hetter Revierverhalten zu zeigen. Und der Austernfischer wurde bereits in der Nähe gesehen. Jetzt kann der Frühling kommen!  Feldlerche und Wiesenpieper haben auch schon ihre Gesangsaktivitäten aufgenommen. Fehlt nur noch der Rotschenkel. Dafür halten sich noch kleinere Trupps Bläß- und Saatgänse im Gebiet auf und einen Silberreiher konnte Gebietsbetreuerin Susanne Klostermann auch noch beobachten.

17. September 2012 Start der Entwicklungsmaßnahmen

Graben-Instandsetzung Hetter 16-9-2012

 

Start der Entwicklungs-maßnahmen im NSG Hetter - Millinger Bruch: Die alten Gräben werden reaktiviert, mit regulierbaren Wehren versehen, so dass sie im Frühjahr für Wiesenvögel angestaut werden können. Später kann der Wasserstand dann zur Bewirtschaftung wieder abgesenkt werden.

 

 

Gebietsbetreuerin

Susanne Klostermann

 

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Telefon: 02826-91876-103

 

Seit dem Jahr 2000 ist Susanne Klostermann Schutzgebietsbetreuerin der Hetter und des Millinger Bruchs.