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Positionen der Landratskandidat*innen zum Naturschutz

04.09.2020 – Die NABU-Naturschutzstation Niederrhein und der NABU Kreis Kleve rufen zur Kommunalwahl dazu auf, naturverbunden zu wählen. Damit sich alle selbst ein Bild machen können, wurden Peter Driessen, Silke Gorißen und Guido Winkmann Fragen zu ihren Positionen und Vorhaben im Naturschutz für den Kreis Kleve vorgelegt. Die vollständigen Antworten können hier auf der Website www.nabu-naturschutzstation.de abgerufen werden.

 

Alle Kandidat*innen haben sich mit den Herausforderungen, die für den Naturschutz im Kreis Kleve bestehen, auseinandergesetzt. Sie beantworteten verschiedene Fragen, etwa zu den Prioritäten, die sie für den Naturschutz sehen, und wie sie die Artenvielfalt hier am Unteren Niederrhein erhalten wollen. Weitere Themen waren das zukünftige Wassermanagement, die Auskiesungen in der Region und die personelle Unterbesetzung der Unteren Naturschutzbehörde im Kreis Kleve. Diese führt unter anderem dazu, dass Genehmigungen nicht immer gerichtsfest erteilt werden. Aus aktuellem Anlass wurde auch nach den Positionen zu Gewässerrandstreifen gefragt, die im Zuge des neuen geplanten Landeswassergesetzes nahezu abgeschafft werden sollen.

 

Wichtigste Handlungsfelder im Naturschutz
Auf die Frage nach prioritären Themen nennt Peter Driessen zuerst den Schutz unseres Grund- und unseres Trinkwassers, die Erhaltung und Wiederherstellung der Vielfalt an Ökosystemen sowie die Entwicklung einer zukunftsfähigen Landwirtschaft, gerade auch im Interesse der bäuerlichen Betriebe. Außerdem möchte er Biotopverbünde, also vernetzte Lebensräume für wandernde Tierarten, fördern.

 

Silke Gorißen zählt zu den Prioritäten den Insekten- und Vogelschutz, den Flächenverlust für die Landwirtschaft zu verlangsamen und sparsam mit Flächen umzugehen und die Schutzgebiete qualitativ weiterzuentwickeln. Darüber hinaus nennt sie die naturverträgliche Landwirtschaft, illegale Gülleimporte aus den Niederlanden zu verfolgen, ebenfalls Biotopverbünde zu stärken, lebendige Gewässer zu fördern und den Artenschutz in den Städten und Dörfern.

 

Guido Winkmann möchte „die Gülletransporte aus den Niederlanden kontrollieren, um so illegalen Transporten auf die Spur zu kommen und das Grundwasser zu schützen.“

 

Erhaltung und Förderung der Artenvielfalt
Auf die Frage, was sie als Landrat zur Erhaltung und zur Förderung der Artenvielfalt veranlassen würde, antwortet Gorißen, dass sie an der Biodiversität weiterhin in Kooperation mit der Landwirtschaft arbeiten wird. Sie will etwa Förderungen im Rahmen des EU-Programms ELER auch für den Kreis Kleve nutzen. Als konkrete Themen nennt sie unter anderem die Pflege von Kopfbäumen sowie die Extensivierung von Grünland- und Ackerflächen, die verstärkt fortzuführen sind.

 

Winkmann ist ein ganzheitlicher Ansatz wichtig. Es sagt: „Man muss bei der Bildung anfangen und ein anderes Bewusstsein in der Gesellschaft fördern.“ Ansätze gibt es in seinen Augen viele:  etwa Aufklärung bei der Ernährung, damit die Leute mehr Geld für gesunde Lebensmittel ausgeben. Auch die Bio-Landwirtschaft sowie die verringerte Nutzung von Pestiziden nennt er in Hinblick auf die Artenvielfalt.

 

Peter Driessen hat neben anderem vor, Biotopverbünde zu verbessern, den Pestizideinsatz vor allem durch bessere Information und Unterstützung der Landwirte zu vermindern, und die Überdüngung und die Gewässerbeeinträchtigung durch konsequente Kontrollen von Gülletransporten einzudämmen. Außerdem will er den Anteil an naturbelassenen Flächen, auch im Wald, vergrößern und avisiert einen New Deal zwischen Kreis, Landnutzern und Naturschützern.

 

Bereits vor der Wahl trafen sich NABU und Landratskandidat*innen zu Einzelgesprächen. In diesen wurde sich auf Augenhöhe über Schwerpunkte und Ansatzpunkte, aber auch Versäumnisse im Naturschutz rund um Kleve ausgetauscht.

 

Um den Artenschutz nicht nur auf der kommunalen Ebene sicherzustellen, gibt es derzeit außerdem die Volksinitiative Artenvielfalt für Nordrhein-Westfalen, denn die schwarz-gelbe Landesregierung tut derzeit deutlich zu wenig für die Erhaltung unserer Lebensgrundlagen. Bürgerinnen und Bürger, die mehr Anstrengungen im Natur-, Umwelt- und Klimaschutz fordern, können hierfür unterschreiben. Innerhalb von gut einem Monat konnten im Kreis Kleve bereits 1.500 Unterschriften für dieses Anliegen, das mit acht konkreten Forderungen untersetzt ist, gesammelt werden.

 

Positionen der drei Landratskandidat*innen für den Kreis Kleve zum Naturschutz (PDF)

 

 

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