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Pressemitteilung: NABU-Naturschutzstation Niederrhein zur „UN-Dekade Biologische Vielfalt“ ausgezeichnet

09.09.2020 - Die NABU-Naturschutzstation Niederrhein erhielt am 9. September die Auszeichnung als offizielles Projekt der „UN-Dekade Biologische Vielfalt“ im Rahmen des Sonderwettbewerbs „Soziale Natur – Natur für alle“. Kleves Bürgermeisterin Sonja Northing nahm die Verleihung vor. Die Auszeichnung erhalten vorbildliche Projekte, die zeigen, welche Chancen die Natur mit ihrer biologischen Vielfalt für den sozialen Zusammenhalt bietet.

 

„Wir haben mit der NABU-Naturschutzstation Niederrhein eine starke Umweltbildungseinrichtung in unserer Stadt“, sagte Northing in ihrer Würdigung. Sie übergab den „Vielfalt-Baum“, der symbolisch für die Naturvielfalt steht. Northing und bedankte sich beim Team der Biostation für ihr langjähriges Engagement, das sie etwa von Naturerlebnistagen oder den Gänseexkursionen kenne. Besonders freue sie sich, „dass bei den Exkursionen nicht nur fachliche Informationen, sondern Begeisterung und Leidenschaft für die Natur vermittelt werden.“

 

Lisa Marga, eine der Projektverantwortlichen erläuterte: „Das Ziel des ausgezeichneten Projekts ist die Weiterentwicklung unserer Umweltbildung.“ Kollegin Anne Binnebößel fügte hinzu: „Wir haben an Weiterbildungen als Naturpädagoginnen teilgenommen, Konzepte für neue Zielgruppen entwickelt, Partner für die Angebote gefunden und schulen gerade unsere Ehrenamtlichen. Jetzt geht es noch darum, Förderer zu finden, um die Angebote zu verstetigen.“ Dabei hilft hoffentlich auch die Auszeichnung der Vereinten Nationen, hoffen die beiden Projektleiterinnen.

 

Die neuen Ansätze wurden und werden in verschiedenen Veranstaltungen ausprobiert, bei denen benachteiligte Kinder die Natur mit allen Sinnen erleben können. „Zu Beginn etwa schrecken alle vor den Spinnennetzen im Wald zurück. Später sind sie begeistert, was Spinnen für interessante Tiere sind und beobachten sie mit unglaublich viel Geduld“, erzählt Marga. Binnebößel ergänzt: „Es ist immer wieder beeindruckend, wie zum Beispiel hibbelige Kinder im Wald zur Ruhe kommen und ganz im Augenblick sind.“

 

Die Förderer des Projekts, die die Weiterentwicklung der Umweltbildung möglich gemacht haben, waren ebenfalls bei der Verleihung der Auszeichnung vertreten. Marie-Luise Fasse, Mitglied des Stiftungsrats der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen betonte die Bedeutsamkeit des Projekts. „Es ist wichtig, Kinder und Jugendliche, die wenig Bezug zur Natur haben, spielerisch für die Natur zu begeistern. Viele Studien zeigen, dass dies für die Entwicklung von hoher Bedeutung ist.“ Und Johanna Grieß vom Landschaftsverband Rheinland zeigte auf, warum Umweltbildung für alle Heranwachsenden wichtig ist: „Umweltbildung schafft Erlebnisse, bei denen sich die Kinder mit sich selbst, der Gruppe und der Natur verbunden fühlen. Das hilft ihnen nicht nur auf persönlicher Ebene, sondern auch um sie für den Naturschutz zu sensibilisieren.“

 

Die Vereinten Nationen haben den Zeitraum von 2011 bis 2020 als UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgerufen, um dem weltweiten Rückgang der Naturvielfalt entgegenzuwirken. Ein breit verankertes Bewusstsein in unserer Gesellschaft für den großen Wert der Natur ist eine wichtige Voraussetzung. Die UN-Dekade Biologische Vielfalt in Deutschland lenkt mit dem Sonderwettbewerb „Soziale Natur - Natur für alle“ den Blick auf die Chancen, die die Natur für den sozialen Zusammenhalt bietet. Ausgezeichnet werden vorbildliche Projekte an der Schnittstelle von Natur und sozialen Fragen, die zeigen, wie konkrete Maßnahmen praktisch aussehen. Über die Auszeichnung von Projekten entscheidet eine unabhängige Fachjury, an der Vertreter/innen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen beteiligt sind.

 

Förderer des Projekts:

          

 

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Bürgermeisterin Sonja Northing sowie die Förderer des Projekts - vertreten durch Marie-Luise Fasse, Mitglied des Stiftungsrats der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen, und Johanna Grieß vom Landschaftsverband Rheinland - mit Haupt- und Ehrenamtlichen der NABU-Naturschutzstation Niederrhein
Fotograf: Otto de Zoete

 

Im Vordergrund von links nach rechts: Lisa Marga (Projektmitarbeiterin), Anne Binnebößel (Projektleiterin mit dem "Baum der Vielfalt"), Klaus Markgraf-Maué (Vorstand der NABU-Naturschutzstation Niederrhein), Marie-Luise Fasse (Stiftung Umwelt und Entwicklung), Sonja Northing, Johanna Grieß (Landschaftsverband Rheinland)

 

Info

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