Grünland für Wiesenvögel

 

"Grünlandentwicklung zum Schutz gefährdeter Wiesenvögel im EU-Vogelschutzgebiet Unterer Niederrhein“

 

Anfang September 2012 startete das Projekt zur Grünlandentwicklung für den Wiesenvogelschutz im EU-Vogelschutzgebiet Unterer Niederrhein und der Düffel.

Ziel des Projektes ist  Verbesserung der Lebensraumbedingungen gefährdeter Wiesenvögel. Dies soll auf zusammen gefassten Flächen der aktuell noch von Wiesenvögeln besiedelten Kernbereiche in der Düffel umgesetzt werden. Fachliche Grundlage hierfür ist das Maßnahmenkonzept für das EU-Vogelschutzgebiet Unterer Niederrhein.

 

Die Idee

Erfolgreicher Wiesenvogelschutz gelingt erfahrungsgemäß besonders gut auf extensiv bewirtschafteten und feuchten Grünlandflächen. Zur weitestgehend konfliktfreien Durchführung hierfür notwendiger Maßnahmen, z.B. der Extensivierung oder die lokale Anhebung der Grundwasserstände ist der Flächeneigentum bedeutsam. Für die Wiesenvögel ist entscheidend, dass die Feuchtwiesen im Frühjahr möglichst lange feucht bleiben. Nur dann nutzen Uferschnepfe und Rotschenkel die Flächen zur Brut. Daher sollen im Projekt etwa 200 Hektar landwirtschaftliche Flächen - ganz überwiegend Grünland - gekauft werden. Diese gehen in das Eigentum einer Stiftung über und werden an ortsansässige Landwirte zurückgepachtet, so dass hier langfristig eine naturschutzgerechte Bewirtschaftung des Grünlandes sichergestellt ist. Das notwendige Landmanagement wird in enger Kooperation mit der Bezirksregierung Düsseldorf und unter Einbeziehung der Flächennutzer durchgeführt. Zusammen mit den schon vorhandenen Naturschutzflächen und den im Projektverlauf zu erwerbenden sollen ca. 10 % des insgesamt 3.800 Hektar großen Naturschutzgebietes „Düffel, Kellener Altrhein und Flussmarschen“ als Kernflächen des Wiesenvogelschutzes entwickelt werden.

Flächenerwerb für den Naturschutz

Ein Großteil der Geldmittel ist für Flächenerwerb und Maßnahmen zur Entwicklung von extensivem Feuchtgrünland vorgesehen. Mit der Maßnahmenumsetzung, der Planung und der Erstellung von Gutachten und Veröffentlichungen wie Faltblätter werden überwiegend lokale Unternehmen beauftragt.

Gemeinsam mit der Landwirtschaft

Zudem sind Mittel für eine sozioökonomische Studie in Verbindung mit einem geplanten Bodenordnungsverfahren vorgesehen. So sollen bei der Umsetzung möglichst viele Wünsche beim Zuschnitt der Flächen berücksichtigt und übermäßige Benachteiligung von Pächtern vermieden werden. Im Projekt soll erfolgreich mit den Landwirten für den Schutz der Feuchtwiesen-Vogelarten in der Düffel zusammengearbeitet werden. Daher macht die Kommunikation mit Landnutzern vor Ort einen erheblichen Teil der Projektarbeiten aus. Darauf aufbauend sollen dann auch Kooperationsangebote unterbreitet werden.

 

 

Weitere Informationen stehen Ihnen auf der projekteigenen Website zur Verfügung. Außerdem wurde im Projekt ein Faltblatt erstellt.

 

Lesen Sie jetzt den aktuellen Newsletter aus dem Projekt.

 

Info

lifelogo fin natura2000-hr

 

Logo MULNV NRW

 

Das Projekt wird durch das LIFE-Programm der Europäischen Union und das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW mit insgesamt 12,3 Millionen Euro gefördert. Das Projekt läuft bis 2021.

Ansprechpartner

Ihre Ansprechpartner in der NABU-Naturschutzstation Niederrhein:

 

Susanne Klostermann