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Aktuelles aus den Rindernschen Kolken

Hier finden Sie aktuelle Informationen zur Gebietsbetreuung im NSG "Die Rindernschen Kolke". 

 

Herbst 2018: Trockenheit macht Kolken zu schaffen

Die langanhaltende Trockenheit macht auch den Rindernschen Kolken schwer zu schaffen. Die kleinen Kolke trockneten komplett aus, teilweise bereits im Mai!!! Dies kann zwar auch in normalen Jahren geschehen, aber eigentlich erst später im Jahr. Unter der Austrocknung hatten vor allem die auf das Wasser angewiesenen Kolkbewohner zu leiden. Ein Kolk, in dem sowohl der seltene Bitterling (eine einheimische Fischart, die ihre Eier in Muscheln ablegt) als auch der Dreistachlige Stichling vorkamen, trocknete bis zum November bis auf eine kleine Restpfütze völlig aus. Fische konnten in dieser Pfütze nicht mehr nachgewiesen werden. Während einige Arten, wie z.B. Molche, mit der Austrocknung gut klarkommen oder sogar zur Reduzierung ihrer Fraßfeinde darauf angewiesen sind, sterben andere Arten ab. Hierzu zählen nicht nur die beiden genannten Fischarten, sondern auch viele Insekten bzw. ihre im Wasser lebenden Jugendstadien (z.B. Libellenlarven). Es bleibt zu hoffen, dass sich die Kolke schnell wieder füllen und als Lebensraum zur Verfügung stehen.

 

Kolk im Juli 2018

 

Der gleiche Kolk im November 2018, fast trocken (Fotos: Thomas Chrobock)

 

Frühjahr 2018: Kammmolch wieder in mehreren Kolken nachgewiesen

Bei den regelmäßig stattfindenden Kartierungen der Amphibien konnte in mehreren Kolken der seltene Kammmolch nachgewiesen werden. Diese Art besiedelt kleinere Gewässer, die frei von Fraßfeinden (z.B. Fische) sind. Bereits in den vergangenen Jahren konnten in einigen Kolken Kammmolche gefunden werden. Umso schöner die Erkenntnis, dass er aktuell in mindestens 5 Kolken vorkommt und sich dort auch fortpflanzt, wie die gefundenen Jungtiere beweisen. Das bedeutet, dass er auch in anderen Kolken vorkommen kann, aber nicht nachgewiesen werden konnte. Im Jahr 2002 konnte er in 6 Kolken nachgewiesen werden, in den Jahren von 2003 bis 2017 leider nur in 2 bis 4 Kolken. Somit scheint der Bestand zwar relativ stabil zu sein, allerdings auf einem leider recht geringen Niveau.

 

Kammmolch und einige Teichmolche (Foto: Björn Hormes)

 

15 Januar 2017 Exkursion in die Rindernschen Kolke

In Kooperation mit dem Museum B. C. Koekkoek Haus führte Naturschutzreferent Christian Langner in die Rindernschen Kolke. Bei strahlend blauem Himmel und schneeverzierten Wiesen bot das Naturschutzgebiet einen malerischen Anblick, wie ihn auch Maler Koekkoek festgehalten hätte. Außerdem konnten sehr viele Rastvögel beobachtet werden. So konnten neben den üblichen "Verdächtigen" auch Schnatterenten, Reiherente, Pfeifenten, Tafelenten, Zwergtaucher, Gänsesäger und ein Waldwasserläufer gesehen werden. Außerdem präsentierten sich unter anderem noch Mistel- und Wacholderdrosseln und possierliche Schwanzmeisen. Gänse waren zwar nicht ganz so zahlreich wie üblich vertreten, dennoch konnten Trupps von Bläss- und Kanadagänsen, sowie vereinzelte Nilgänse beobachtet werden.

 

Photo7

Photo: Thomas Velten 

 

04. Dezember 2016 Vorweihnachtliches Vogelleben

Bei frostigen Temperaturen führte Gebietsbetreuer Christian Langner durch die mit Raureif verzierten Rindernschen Kolke. Bei der Exkursion konnten u.a. Mistel- und Wacholderdrosseln beobachtet werden. Zwar zeigte der Biber sich nicht, dafür aber eine große Nutria-Familie. Die Stars unter den Wintergästen waren natürlich die zahlreichen Gänse im Gebiet. Insbesondere die Bläßgänse zeigten sich dank idealer Lichtbedingungen von ihrer Schokoladenseite und erfreuten durch Landeanflüge direkt über den Köpfen der Teilnehmer.

 Weihnachtsexkursion

Photo: Thomas Velten

 

Rindernsche Kolke Winter 2016 Landschaftsmodellierung 2 Kopie

Photo: Thomas Velten

 

Wildga nse im Flug vor Gut Hogefeld 04.12.2016 Kopie

Photo: Thomas Velten

 

20. Juni 2016 Gutes Rohrsängerjahr in den Rindernschen Kolken

Mitte Juni erfolgte die letzte Erfassung der Brutvögel in den Rindernschen Kolken. Insgesamt ist Gebietsbetreuer Christian Langner mit dem Ergebnis zufrieden. Der Fitis konnte dieses Jahr wieder nachgewiesen werden, nachdem er 2015 im Gebiet fehlte. Hervorzuben ist insbesondere, dass sowohl Teichrohrsänger (16 Reviere: +5 zum Vorjahr) als auch Sumpfrohrsänger (8 Reviere: +4 zum Vorjahr) ihre Bestände gut ausbauen konnten. Auch der Gartenrotschwanz verdoppelte seine Revierzahl (4 Reviere: +2 zum Vorjahr).
Jedoch weist der Naturschutzreferent darauf hin, dass in der Vergangenheit - mit Ausnahme des Gartenrotschwanzes - bereits mehr Brutpaare im Gebiet nachgewiesen wurden. Wichtig sei, dass eine langfristige Bestandserholung einsetzt. Dies wird sich aber erst in den nächsten Jahren zeigen.

 

30. März 2016 Welche Amphibien leben in den Kolken?

Um Amphibien einzufangen, wurden in den Rindernschen Kolken am 29. März mehrere Reusen ausgebracht. „So können wir Rückschlüsse auf die Artenvielfalt der Kolke ziehen“, so Naturschutzreferent Christian Langner. Am nächsten Tag begleitete ihn der Freiwillige Mitarbeiter Ole Niemeier, um die Reusen wieder einzuholen. Unter anderem konnten Grasfrosch, Erdkröte, Teichfrosch und Teichmolch nachgewiesen werden. Bei weiteren Kartierungsterminen erhofft man sich, auch den Kammmolch noch nachzuweisen, für den es noch ein bisschen zu früh im Jahr gewesen sein könnte. In den Reusen landet allerdings auch immer wieder Beifang. So wurden neben zahlreichen Rückenschwimmern auch noch die beiden FFH-Arten Steinbeißer und Groppe gefangen. Nach reichlicher Inspizierung wurden die Tiere wieder ausgesetzt.

 

 

Ein weiteres Highlight war die Sichtung eines Bibers, welche eigentlich dämmerungsaktiv sind. Das Tier saß ganz ruhig auf einem Ast an einem Gewässer, an dem es auch seine Burg hat, und ließ sich bestaunen.

 

„Insgesamt lässt sich festhalten, dass für den ersten Kartierungstermin des Jahres mehr Arten nachgewiesen werden konnten, als erhofft“, so Christian Langner abschließend.

 

2. März 2016 Eulenerfassung

Letzten Dienstag fand die alljährliche Eulenerfassung statt. Dieses Mal begleiteten Ehrenamtliche sowie Bundesfreiwillige und FÖJler den Gebietsbetreuer Jonas Linke. Um herauszufinden, ob im Gebiet Eulen leben, werden so genannte Klangattrappen eingesetzt, das heißt Rufe, die den Eulenrufen ähnlich sind. Wenn Eulen im Gebiet sind, antworten sie darauf. In den Rindernschen Kolken meldete sich ein Steinkauz, der in einem der älteren Kopfbäume brütet. Übrigens kann man in diesem Jahr einem Steinkauz in den Niederlanden direkt ins Nest schauen: Zur Webcam

06. Dezember 2015 Vogelwanderung am Nikolaustag

In jedem Jahr findet Anfang Dezember die Exkursion zum vorweihnachtlichen Vogelleben in den Rindernschen Kolken. In diesem Jahr wanderten die Teilnehmenden am Nikolaustag mit Gebietsbetreuer Jonas Linke über den Drususdeich und beobachteten Wintergäste wie Blässgänse und mit Rotdrossel, Misteldrossel und Wachholderdrossel auch drei Drosselarten. Bei warmen Temperaturen und Sonnenschein eine besonders große Freude!

18. September 2015 Ehrenamtliche Schutzgebietsbetreunde gesucht

Für das Naturschutzgebiet Rindernsche Kolke werden engagierte Naturinteressierte gesucht, die auf einer regelmäßigeren Basis im Gebiet tätig werden wollen. Die NABU-Naturschutzstation Niederrhein bietet dazu erstmals einen Ausbildungsgang "Ehrenamtliche Schutzgebietsbetreuende" an. Am Samstag den 10. Oktober ab 10.00 Uhr findet dazu eine Info-Matinee in der NABU-Naturschutzstation Niederrhein statt (Im Hammereisen 27 E, 47559 Kranenburg). Interessenten können sich zudem gerne direkt an den Gebietsbetreuer wenden.

22. Juli 2015 Kleine Königslibelle jetzt auch vor Ort

Letzten Freitag gelang uns ein weiterer Libellen-Erstnachweis im Gebiet: Am größten Gewässer konnten wir für einige Zeit ein Individuum der Kleinen Königslibelle (Anax parthenope) beobachten. Die Art konnte bislang nur einmal in der Emmericher Ward als Gast nachgewiesen werden und gehört zum Spektrum der sich langsam ausbreitenden südlichen Arten.

15. Juli 2015 Neue Art nachgewiesen

Bei unserer letzten Kartierung konnten wir erstmalig ein Weibchen der Gemeinen Keiljungfer (Gomphus vulgatissimus) im Gebiet beobachten. Eigentlich ist dies eine ausgesprochene Frühjahrsart, deren Schlupf stark synchronisiert um den Zeitraum Anfang/Mitte Mai stattfindet. In den Rindernschen Kolken tritt sie wahrscheinlich nur als Nahrungsgast auf, konnte bislang auch nicht entlang des Rheins oder woanders im Kreis Kleve nachgewiesen werden. Als Fortpflanzungshabitate dienen wahrscheinlich überwiegend sandige Substrate in Buhnenfeldern des Rheins.

19. Dezember 2014 Fachlicher Entwurf des Maßnahmenkonzeptes fertiggestellt

In 2014 wurde von der NABU-Naturschutzstation Niederrhein in Zusammenarbeit mit der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Kleve ein erster Entwurf für ein Maßnahmenkonzept (MAKO) des FFH-Teilgebiets der Rindernschen Kolke erstellt. Im kommenden Jahr wird das Maßnahenkonzept auf Runden Tischen mit im Gebiet tätigen Akteuren diskutiert und erste Maßnahmenvorschläge gemeinsam abgestimmt. Anschließend wird das Naturschutz-Fachkonzept auch der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt.

24. Oktober 2014 Zwischen Hundsrose und Schwanenblume

Am 19. September 2014 war wieder einmal der Heimatverein Arenacum aus Rindern zu Besuch. Der Fokus der von Naturschutzreferentin Friederike Stelzner geführten Wanderung lag diesmal auf den Themen „Gehölze und Hecken am Drususdeich“ und „Wiesenlandschaft an den Kolken“. Neben Holunder, Weißdorn und Hundsrose gab es verschiedene Distelarten am Wegesrand zu entdecken, die eine hohe Bedeutung für viele Insekten und Schmetterlinge haben. Highlights waren außerdem die Wild-Birne (Pyrus pyraster), die im Niederrheinischen Tiefland vom Aussterben bedroht ist, sowie die Schwanenblume, eine der Wasser- und Sumpfpflanzen der Kolke, die zu den gefährdeten Arten in NRW zählen.

Exkursion Rindernsche Kolke

08. Juni 2013 Morgendliche Vogelexkursion

Am Samstag, den 08. Juni findet um 10.00 Uhr mit dem Heimatverein Arenacum Rindern eine morgendliche Vogelwanderung statt. Der Frühling hat dieses Jahr lange auf sich warten lassen! Viele Zugvögel haben sich bei kalten Temperaturen länger bei uns aufgehalten, bevor sie in ihre Brutgebiete zurückgekehrt sind. Die ungewöhnlichen Witterungsbedingungen wirkten sich aber auch auf Vogelarten aus, die hier brüten – ein verspäteter Brutbeginn war vielfach die Folge. Die Brutzeit vieler Arten erstreckt sich bis in den Juni und so können zu dieser Zeit noch viele morgendliche Sänger wie Meisen, Rohrsänger und Drosseln bestaunt und Wasservogel wie Enten und Gänse auf den Kolken beobachtet werden. Die etwa zweistündige Veranstaltung ist kostenlos und auch für Kinder geeignet. Falls vorhanden, sollte ein Fernglas mitgebracht werden. Treffpunkt ist um 10.00 Uhr an der Katholischen Kirche Rindern, Mars-Camulus-Straße.

23. Mai 2013 Blaukehlchen erneut beobachtet

Bereits zum zweiten Mal in 2013 konnte bei der Erfassung der Brutvögel ein Blaukehlchen in den Rindernschen Kolken beobachtet werden. In den Vorjahren war das seltene Blaukehlchen noch nicht im Gebiet beobachtet werden. Das Blaukehlchen ist ein typischer Bewohner von Schilfgebieten (Foto: R. Schmitz). Jetzt Ende Mai können mit Teichrohrsänger, Gelbspötter und Sumpfrohrsänger Vögel gehört werden, die traditionell spät aus ihren südlichen Überwinterungsgebieten zurückkehren.

Blaukehlchen R Schmitz

05. April 2013 Der Frühling lässt auf sich warten

Bis Mitte nächster Woche soll es noch winterlich kalt bleiben. Die wenigen singenden Vögel und die letzten Bläss- und Saatgänse vermitteln eher das Gefühl von Februar. Im Umland der Rindernschen Kolke sind zudem noch viele Kiebitze zu beobachten, die sich auf dem Durchzug befinden. Frühling es wird Zeit!

25. März 2013 Beginn der Brutvogelerfassungen

Bei Wind und kalten Temperaturen starteten die diesjährigen Brutvogelerfassungen in den Rindernschen Kolken. Im Gebiet befinden sich noch viele Krick- und Pfeifenten, die bald ihre nordischen Brutgebiete aufsuchen werden. Eine Woche zuvor wurden bei einer nächtlichen Begehung zudem Eulen erfasst. Leider konnten nur außerhalb des Gebiets Steinkäuze gehört werden.

05. Dezember 2012 Exkursion Vorweihnachtliches Vogelleben

Am ersten Adventssonntag, den 05. Dezember bietet die NABU-Naturschutzstation Niederrhein eine frühwinterliche Wanderung in die Rindernschen Kolke an. Neben zahlreichen Wintergästen wie den arktischen Wildgänsen, Wachholder- und Rotdrosseln, können mit etwas Glück auch seltenere Wintervögel wie Seidenschwänze beobachtet werden.

Details zur Veranstaltung gibts hier.

01. Dezember 2012 Maßnahmenkonzept

Im kommenden Jahr wird die NABU-Naturschutzstation Niederrhein ein neues Fachkonzept zum Schutz der Rindernschen Kolke erarbeiten. In diesem Maßnahmenkonzept werden geeignete Maßnahmen vorgeschlagen, um seltene Lebensräume sowie die Vorkommen gefährdeter Tier- und Pflanzenarten zu schützen und zu entwickeln. Anschließend werden ausgewählte Maßnahmen umgesetzt.

15. August 2012 Erneuter Nachweis des Kammmolches

Erfreuliche Nachrichten ergaben die Erfassungen der Amphibienfauna im Frühjahr und Sommer 2012 - erneut konnten in mehreren Gewässern männliche und weibliche Individuen des Kammmolches nachgewiesen werden. Der Kammmolch ist unsere am stärksten bedrohteste Molchart und kommt in De Gelderse Poort ausschließlich auf Salmorth und den Rindernschen Kolken vor. Kammmolche leben in flacheren und besonnten Gewässern mit Unterwasserpflanzen. Als weitere Arten wurden Teichmolch, Erdkröte, Grasfrosch und Kleiner Wasserfrosch gefunden.

20. Juni 2012 Brutvogelerfassung beendet

Jedes Jahr erfasst die NABU-Naturschutzstation Niederrhein alle in den Rindernschen Kolken brütetenden Vogelarten. Erstmals konnte der Gartenrotschwanz als Brutvogel nachgewiesen werden. Erfreulich war die erneute Feststellung je eines Revierpaares von Rebhuhn, Schwarzkehlchen und Flussregenpfeifer. Abnahmen konnten bei Stockente, Blässralle und Teichrohrsänger festgestellt werden.

 

Gebietsbetreuung

Dr. Thomas Chrobock

 

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Telefon: 02826-91876-116


Die durch die NABU-Naturschutzstation Niederrhein betreuten Rindernschen Kolke sind ein Teilgebiet des NSG Salmorth. Die im Deichvorland liegende Halbinsel Salmorth wird durch das Naturschutzzentrum im Kreis Kleve in Rees-Bienen betreut.


weiterführende Links:

Informationen von Kleve Marketing

Informationen der Stadt Kleve

Informationen von Naturschutz
  im Kreis Kleve

Heimatverein Rindern

Museum Forum Arenacum