Jedes Jahr im Spätherbst kommen die ersten Wildgänse am Niederrhein an. Die ersten Blässgänse sind bereits im Oktober zu sehen. Bis Mitte Dezember folgen ihnen viele tausende Artgenossen sowie größere Trupps von Tundrasaatgänsen, Graugänsen und Weißwangengänsen. Die großen Schwärme überwinternder arktischer Wildgänse sind ein wahres Schauspiel und gleichzeitig Wahrzeichen des Naturschutzes am Niederrhein und in ganz Nordrhein-Westfalen. Sie werden angezogen vom Grün der Wiesen, denn sie fressen hauptsächlich Gras: Auch abgeerntete Maisfelder suchen sie noch nach Körnern ab. Nachts schlafen sie dann auf den vielen vorhandenen Gewässern, wie den Altarmen des Rheins, Kolken oder Baggerseen.
Das Naturschauspiel selbst erleben
Arktische Gänse können je nach Witterung noch bis in den März beobachtet werden.
Unsere Saison ist jedoch bereits beendet, ab Oktober gibt es hier wieder Exkursionsangebote zu den aktischen Wildgänsen.
Seit 2020 häufen sich weltweit und auch in Europa die Meldungen zur Vogelgrippe (Aviäre Influenza) bei Wildvögeln und Zuchtgeflügel. Auch im Kreis Kleve sind Geflügelbetriebe und Wildvögel betroffen. Das Risiko für Menschen an Vogelgrippe zu erkranken wird momentan als gering eingestuft. In Absprache mit dem Veterinäramt können unsere Gänse-Exkursionen stattfinden, da sie kein erhöhtes Risiko darstellen. Die Exkursionen finden ausschließlich auf öffentlichen Wegen statt. Teilnehmende und Interessierte finden hier wichtige Informationen im Überblick.
Der NABU ist nicht befugt tote Vögel zu entsorgen und Funddaten aufzunehmen, falls sie einen kranken oder toten Vogel im Gelände sehen, wenden sie sich bitte direkt an das Veterinäramt: 02821-85-229; vet-verwaltung@kreis-kleve.de
Aktiv, um Wildgänse zu schützen
Unsere Station engagiert sich seit ihrer Gründung für die Erforschung und den Schutz der arktischen Wildgänse. Im Winterhalbjahr finden von September bis April deutschland- und europaweit synchronisierte Zählungen der überwinternden Wildgänse satt. An den festgelegten Wochenenden zählen in vielen Ländern und natürlich auch am Niederrhein ehrenamtliche Vogelkundige die Bestände. Die monatlichen Zählungen erlauben auch Rückschlüsse auf das Äsungsverhalten der Gänse und die räumliche Verteilung im Untersuchungsgebiet. Diese ist zudem abhängig von Faktoren wie Hochwasser, Schneebedeckung oder Jagden. Die Daten werden mit Ortsangabe auf Karten vermerkt und anschließend von der Nordrhein-Westfälischen Ornithologengesellschaft ausgewertet. Zudem wird der Anteil der Jungvögel erhoben.

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